«Sechster Finger»
Neues Gerät hilft Ictus-Patienten
publiziert: Dienstag, 17. Mai 2016 / 15:31 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Mai 2016 / 17:47 Uhr
Die Beweglichkeit der Hand wird durch das Gerät gesteigert.
Die Beweglichkeit der Hand wird durch das Gerät gesteigert.

Mitarbeiter des Dipartimento di Robotica an der Università di Siena haben mit «Sesto Dito» eine mechanische Hilfsvorrichtung für Ictus-Patienten entwickelt.

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Damit können nach einem Schlaganfall im Gebrauch der Hand eingeschränkte Personen deren Funktionstüchtigkeit weitgehend wiederherstellen.

Auch Motivation wird gestärkt

Es handelt sich um einen zangenähnlichen Greifer, der über eine elastische Binde am Vorarm befestigt wird. «Sesto Dito arbeitet mit der behinderten Hand zusammen», erklärt Projektleiter Domenico Prattichizzo. Das Gerät ist an deren Form angepasst und in der Lage, Gegenstände anzufassen und aufzugreifen.

Die Vorrichtung dient gleichzeitig auch als Motivationshilfe, da Ictus-Geschädigte nach dem Vorfall oft vorschnell die Hoffnung auf eine Rehabilitation aufgeben. Zur besseren Kontrolle haben die Forscher einen für an der gesunden Hand zu tragenden Ring entwickelt, der die Bewegungen der geschädigten Hand und des künstlichen Greifers wahrnimmt.

Bauteile via 3D-Drucker gefertigt

Angesichts der Einfachheit beim Tragen und bei der Anwendung ist die Alltagstauglichkeit gewährleistet. Einige Bauteile der symbolhaft «sechster Finger» getauften Greifhilfe wurden auf einem 3D-Drucker gefertigt. Das inzwischen patentierte Verfahren war sechs Monate lang an Probanden im Ospedale Le Scotte in Siena getestet worden.

Finanziell wurde das Projekt mit acht Mio. Euro aus EU-Fonds unterstützt. «Damit konnte die Produktion von zehn Prototypen bezahlt werden», unterstreicht der italienische Wissenschaftler. Die technische Entwicklung ist in enger Zusammenarbeit mit dem Istituto Italiano di Tecnologia erfolgt.

(arc/pte)

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