Neues Kompromissangebot von China
publiziert: Donnerstag, 12. Mai 2005 / 21:36 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Mai 2005 / 22:12 Uhr

Peking - China hat Taiwan einen Kompromiss für die Wiederaufnahme von Gesprächen vorgeschlagen. Dies erklärte Präsident Hu Jintao nach einem historischen Treffen mit dem taiwanischen Oppositionspolitiker James Soong in Peking.

Peking umwirbt die Opposition Taiwans. (Bild: James Soong)
Peking umwirbt die Opposition Taiwans. (Bild: James Soong)
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Die beiden machten das neue Angebot in Peking in einer gemeinsamen Erklärung öffentlich. Grundlage für künftige Gespräche mit dem Ziel einer Beilegung des jahrzehntelangen Konflikts zwischen der Insel und dem Festland soll demnach das Prinzip zwei Seiten, ein China sein.

Voraussetzung bleibe jedoch, dass Taiwan das Ein-China-Prinzip anerkenne, sagte Hu. Dann sei eine militärische Konfrontation ausgeschlossen. Für den Fall, dass Taiwan auf das Angebot eingeht, bot Peking erstmals auch Konsultationen über eine Freihandelszone und andere Konzessionen an.

Angebot zurückgewiesen

Der nach Unabhängigkeit strebende Präsident Taiwans, Chen Shui Bian, wies das Angebot Chinas indes umgehend zurück. China ist keinerlei Kompromiss eingegangen und hat nichts Neues angeboten, sagte Chen in einem Fernsehinterview.

Chen lehnt das seit 1992 zwischen beiden Seiten vereinbarte Ein-China-Prinzip als Bedingung für Gespräche ab. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und droht mit Gewalt, falls sich Taiwan formell für unabhängig erklären sollte.

Umworbene Opposition

Der Vorsitzende der taiwanischen Volkspartei, Soong, ist nach dem Kuomintang-Führer Lien Chan bereits der zweite Oppositionsführer, der in Festlandchina empfangen wird.

Das Treffen mit Hu war der Höhepunkt seiner neuntägigen Reise durch China. Peking umwirbt die Opposition Taiwans, während sie Präsident Chen zu isolieren sucht.

(bert/sda)

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