Neues Revisions- und GmbH-Recht
publiziert: Mittwoch, 2. Mrz 2005 / 23:21 Uhr

Bern - Grosse Gesellschaften sollen einem strengeren Revisionsregime unterstehen als kleine, die GmbH rechtlich attraktiver und flexibler werden. Als erste Kammer hat der Nationalrat das neue Revisions- und GmbH-Recht gutgeheissen.

Justizminister Christoph Blocher gab von Anfang an den Tarif bekannt.
Justizminister Christoph Blocher gab von Anfang an den Tarif bekannt.
Justizminister Christoph Blocher gab von Anfang an den Tarif bekannt. Die Revision dürfe nicht in Kontrollitis ausarten, warnte er.

Unbestritten war, dass für die Revisionspflicht nicht mehr die Rechtsform, sondern die Grösse der Gesellschaft massgeblich sein soll. Publikumsgesellschaften und andere wirtschaftlich bedeutsame Unternehmen unterstehen der ordentlichen, kleinere Gesellschaften wie die KMU einer eingeschränkten Revision.

Drei Grössekriterien

Für die ordentliche Revision gelten drei Grössekriterien, von denen zwei erfüllt sein müssen. Mit der Kommission zog der Rat die Grenze bei 10 Millionen Bilanzsumme, 20 Millionen Umsatzerlös und 50 Vollzeitstellen. Für neun von zehn Firmen genügt demnach die eingeschränkte Revision. Die Linke plädierte erfolglos für tiefere Schwellenwerte.

Neu verankert und definiert das Gesetz die Unabhängigkeit der Revisionsstellen. Im Falle der ordentlichen Revision dürfen die Revisoren nicht bei der Buchführung mitwirken. Einverstanden war der Nationalrat mit der Schaffung einer eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde.

Staatliches Monitoring

Laut Blocher braucht es ein staatliches Monitoring vorab wegen der USA. Andernfalls müssten sich Schweizer Firmen mit Töchtern in den USA von amerikanischen Revisoren prüfen lassen.

Eine gute Aufnahme fand das nach fast 70 Jahren modernisierte Regime der Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH). Die GmbH, deren Zahl seit der Revision des Aktienrechts 1992 von 3000 auf 80 000 zugenommen hat, sollen konsequent als personenbezogene Kapitalgesellschaft ausgestaltet werden. Auch Einzelpersonen können künftig eine GmbH gründen.

Nach rund siebenstündiger Beratung wurde die Vorlage zur Neuregelung der Revisionspflicht und zum neuen GmbH-Recht mit 154 zu 0 Stimmen gutgeheissen. Das Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren passierte mit 149 zu 0 Stimmen. Das Geschäft geht nun an den Ständerat.

(bert/sda)

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