Neues Spitalgesetz für Appenzell Innerrhoden
publiziert: Freitag, 27. Sep 2002 / 14:57 Uhr

Appenzell - Nach turbulenten Diskussionen im Grossen Rat über das Spital Appenzell, die schliesslich im Rücktritt des Gesundheitsdirektors gipfelten, erhält Innerrhoden ein neues Spitalgesetz. Die Hierarchien und Kompetenzen werden neu geordnet.

Im Spital Appenzell kriselte es seit Jahren. Im Grossen Rat kam es immer wieder zu unergiebigen Diskussionen. Die Affäre um eine vorerst verweigerte Praxisbewilligung für einen Schönheitschirurgen in Oberegg zum Schutz eines am Spital tätigen Fachkollegen bildete den unschönen Höhepunkt von Krisen und Zwistigkeiten.

Schliesslich kündigte Gesundheitsidrektor Hans Hörler im Juni seinen Rücktritt auf die Landsgemeinde 2003 an. Das Volk wird dann einen neuen Statthalter (Gesundheitsdirektor) wählen und zugleich über das neue Spitalgesetz entscheiden, das Landammann Bruno Koster vorstellte.

Die Hierarchien am Spital werden nun völlig neu gegliedert: Neu sind ein siebenköpfiger Spitalrat und ein Spitaldirektor statt des bisherigen Triumvirats. Neu ist auch ein Spezialist im Gesundheitsdepartement, der die Tendenzen im Gesundheitswesen punkto Tarifpolitik kompetent zu beurteilen vermag.

Der Spitalrat legt unter anderem die Unternehmensstrategie und die Spitalorganisation fest, schliesst Vereinbarungen mit Dritten. Der Spitaldirektor ist oberster Linienverantwortlicher gegenüber dem Spitalrat. Er ist unter anderem verantwortlich für die Einhaltung des Budgets und fürs Personal.

Das System mit Beleg- und Konsiliarärzten wird beibehalten. Das ist kostengünstiger als ein Chefarztsystem und ermöglicht die Betreuung der Patienten durch den Hausarzt. Die Ärzte werden vermehrt in den Betrieb eingebunden. Dem Spitaldirektor untergeordnet sind Bereichsleiter - ärztlicher Leiter, Technik und Verwaltung.

Der Grosse Rat erhält mehr Kompetenzen: Nicht mehr die Standeskommission (Regierung) entscheidet über den Leistungsauftrag des Spitals, sondern das Parlament.

Inzwischen hat sich das Spital Appenzell von der Negativ-Propaganda erholt und weist wieder gute Belegungsziffern auf.

(sda)

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