Neues «Vier Pfoten» Bärenschutzzentrum in der Ukraine
publiziert: Montag, 23. Mai 2016 / 10:53 Uhr / aktualisiert: Montag, 23. Mai 2016 / 11:09 Uhr
Schon nächstes Jahr werden die ersten Bären ins neue Bärenschutzzentrum einziehen.
Schon nächstes Jahr werden die ersten Bären ins neue Bärenschutzzentrum einziehen.

Zürich - Mit der offiziellen Grundsteinlegung wurde es am vergangenen Donnerstag besiegelt: In der Westukraine entsteht ein neues «Vier Pfoten» Bärenschutzzentrum. Bis zu 20 misshandelte Kampfbären werden dort ein neues Zuhause erhalten.

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In der ukrainischen Stadt Lviv (Lemberg) starteten am Donnerstag mit der offiziellen Grundsteinlegung die Baumassnahmen des neuen Bärenschutzzentrums. Vor Ort waren unter anderem Heli Dungler, Gründer und Präsident von «Vier Pfoten», Ostap Semerak, ukrainischer Minister für Ökologie und Naturressourcen und Oleh Syniutka, Präsident der Regionalverwaltung Lviv. «Mit diesem Schutzzentrum bietet «Vier Pfoten» ein artgemässes Leben und somit eine nachhaltige Lösung für misshandelte ukrainische Bären», erklärt Dungler. Mit Unterstützung der internationalen Tierschutzorganisation wurde 2015 in der Ukraine ein neues Tierschutzgesetz verabschiedet. Bären dürfen seither nicht mehr für Hundekämpfe eingesetzt werden, Bärenkampf-Events sind verboten und das Betreiben von Kampfbärenstationen ist mittlerweile ebenfalls gesetzeswidrig. «Wir werden aber selbstverständlich auch in Zukunft die ukrainische Regierung im Kampf gegen die illegale Privathaltung von Bären unterstützen», so Dungler.

Erste Bären ab 2017 im Bärenschutzzentrum

Die erste Bauphase hat bereits begonnen und wird bis Mitte des Jahres 2017 abgeschlossen sein. Teil dieser ersten Bauphase sind ein Besucherzentrum, ein Gebäude für die Technik sowie ein Aussengehege von 7,7 Hektar, das bis zu acht Bären beherbergen kann. «Vier Pfoten» finanziert den gesamten Bau des Schutzzentrums. Der Abschluss der zweiten Bauphase ist für 2018 geplant. Das gesamte Gelände wird am Ende 20 Hektar umfassen. Bis zu 20 Bären können dann ein artgemässes Leben in dem naturnahen Umfeld führen. Ausserdem wird es ein Bildungszentrum geben, in dem die Besucher Interessantes über artgemässe Bärenhaltung erfahren können. So soll das Zentrum Besuchern, die mehr über Bären und andere Wildtiere erfahren wollen, einen wertvollen Anreiz bieten.

Missbrauch von Bären für Jagdhunde-Training

Obwohl der Einsatz von Kampfbären gesetzlich seit 2015 verboten ist, gibt es noch immer etwa 20 Kampfbären. Die Bären werden zu Trainingszwecken von Jagdhunden attackiert. Oft bekommen sie nur unzureichend Futter und Wasser und manchmal werden ihnen die Krallen gezogen, damit sie keine so grosse Gefahr für die Hunde darstellen. Da ihre Krallen durchblutet sind, verursacht diese Prozedur den Tieren ohne Betäubung starke Schmerzen. Insgesamt werden über 100 Bären im Land zur Unterhaltung von Touristen missbraucht. Sie fristen ihr Dasein in winzigen Käfigen in der Nähe von Restaurants, Hotels oder Tankstellen. «Vier Pfoten» hat bereits mehrere Bärenrettungen in der Ukraine durchgeführt. Fünf von der internationalen Tierschutzorganisation gerettete Tiere haben ein neues Zuhause in der BÄRENSTATION Nadiya im westukrainischen Zhytomyr gefunden, doch die Kapazität der Station ist damit ausgeschöpft - mit ein Grund für die Eröffnung eines neuen Bärenschutzzentrums.

(anM/Vier Pfoten)

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