Rufe nach internationaler Polizeitruppe
Neues Wrackteil der MH17 gefunden - weitere Leichen
publiziert: Freitag, 25. Jul 2014 / 07:23 Uhr / aktualisiert: Freitag, 25. Jul 2014 / 11:44 Uhr

Melbourne - Ermittler haben in der Ostukraine ein neues grosses Wrackteil des Malaysia-Airlines-Flugzeuges gefunden. Es scheint «wie aus dem Nichts» aufgetaucht zu sein, sagte ein Sprecher der Beobachtermission der OSZE laut australischen Medien. Weitere Leichen wurden gefunden.

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Die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatten unter anderem australische Ermittler in das Absturzgebiet begleitet. Die Ermittler - darunter zwei australische Diplomaten und ein Forensiker - seien zunächst nicht dafür ausgerüstet gewesen, die Leichen zu bergen, berichteten der Fernsehsender ABC und die Zeitung «Sydney Morning Herald» am Freitag.

Bei dem neu entdeckten Wrackteil handelt es sich um ein Teil des Rumpfes, in dem Sitze und Fenster noch intakt waren. Es sei plötzlich in einem dichten Waldstück unweit der anderen Wrackteile aufgetaucht, sagte Michael Bociurkiw von der OSZE-Beobachtermission dem australischen Sender ABC.

«Wie aus dem Nichts»

«Es schien fast so, als sei es wie aus dem Nichts erschienen, denn es waren keine abgebrochenen Äste oder ähnliche Anzeichen zu sehen, die darauf hinweisen, dass ein grosses Stück Rumpf dort zu Boden gefallen ist», sagte Bociurkiw.

Auf besonderes Interesse bei den Ermittlern sei das Cockpit der abgestürzten Boeing 777-200 gestossen. Dort seien «sowohl persönliche als auch professionelle Gegenstände der Piloten» noch vorhanden.

In dem Absturzgebiet sei nach dem Fund der neuen Leichen und Leichenteile eine detaillierte Überprüfung des Geländes vonnöten, um sicherzustellen, dass nichts übersehen werde, sagte Bociurkiw weiter.

Keine Sicherheitsgarantien

Angesichts der Rufe nach einer internationalen Polizeitruppe am Absturzort wollten die Separatisten diese Option nicht kategorisch ausschliessen. «Wenn sich Malaysia, Australien oder die Niederlande an uns wenden, werden wir den Vorschlag natürlich prüfen», sagte Sergej Kawtaradse von der «Volkswehr» in Donezk.

Die Aufständischen könnten die Sicherheit ausländischer Polizisten in der Kampfzone allerdings nicht garantieren. Kawtaradse wies Vorwürfe zurück, die Separatisten würden Ermittlungen und Sucharbeiten behindern. «Wir wollen Plünderungen verhindern und neutrale Untersuchungen ermöglichen», behauptete er.

Bei dem Absturz der Boeing der Malaysia Airlines über dem Konfliktgebiet in der Ostukraine waren vor einer Woche 298 Menschen getötet worden. Die meisten stammten aus den Niederlanden. Dorthin wurden auch die Opfer übergeführt.

(bert/sda)

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Es ist traurig
dass die Russen keinerlei Einsicht zeigen und den Marodeuren weiter schwere Waffen liefert.

Es wäre ein Zeichn der Vernunft gewesen, wenn Putin sich bei den Familien der Ermordeten entschuldigt und die Waffenlieferungen gestoppt hätte.

So ist für jeden klar erkennbar, dass Putin die Toten nicht weiter stören in seinem Plan, die Ukraine zu destabilisieren.

Russland hat nun im Gegenteil begonnen, mit regulären Truppen auf die Ukraine zu schiessen.

Er will ums Verrecken eine Eskalation.

Russland hat für mich aufgehört, ein ernstzunehmender Partner zu sein.

Alles was Putin noch kann, ist seine Nachbarn in Angst und Schrecken zu versetzen und ihnen seinen Willen aufzwingen.

Da muss er nicht erstaunt sein, wenn diese sich wehren.
Selbst...
wenn die pro-russischen Terroristen das Flugzeug nur aus Versehen abgeschossen haben, so haben sie sich trotzdem eines schweren Verbrechens schuldig gemacht. Wer einfach nach Lust und Laune mit modernen Waffen blind in die Luft ballert in der Hoffnung ein feindliches Ziel zu treffen und dabei unschuldige Flugpassagiere abschiesst, dem hilft auch die Ausrede "Sorry, euch haben wir nicht gemeint, Shit happens" nichts.
Hier wurde die Grenze zum Terrorismus überschritten, weil unbeteiligte Passagiere die nichts mit diesem Krieg zu tun haben von Deppen ermordet wurden die nichts besseres zu tun haben, als mit schweren Luftabwehr-Raketen, deren Bedienung sie ohnehin intellektuell überfordert, auf irgendwelche Flugzeuge zu schiessen ohne dass sie vorher überprüft haben, ob es sich dabei um eine zivile Maschine handelt.
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