Dichterpfarrer von mehreren Seiten
Neues Zentrum zeigt «Phänomen» Gotthelf
publiziert: Samstag, 11. Aug 2012 / 08:28 Uhr
Das Pfarrhaus in Lützelflüh ist zu einem Museum umgebaut worden.
Das Pfarrhaus in Lützelflüh ist zu einem Museum umgebaut worden.

Lützelflüh BE - An diesem Wochenende wird im Emmentaler Dorf Lützelflüh das Gotthelf-Zentrum eröffnet, ein Museum zu Leben und Werk des Dichterpfarrers Jeremias Gotthelf (1797-1854). Im Museumsgebäude selbst schrieb Gotthelf seine wichtigsten Werke.

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Der ursprünglich aus Murten FR stammende Albert Bitzius wurde 1832 zum Pfarrer in Lützelflüh gewählt und verbrachte danach sein ganzes restliches Leben im Pfarrhaus, das nun zu einem Museum umgebaut worden ist. Unter dem Pseudonym Jeremias Gotthelf veröffentlichte er seine berühmt gewordenen Werke wie «Uli der Knecht» oder «Die schwarze Spinne».

Der bernische Grosse Rat bewilligte im November 2010 rund 3,3 Mio. Franken für den Kauf und den Umbau des altehrwürdigen Pfarrhauses aus dem Jahr 1655. Mehrere Räume sind nun darin für eine Dauerausstellung zu Gotthelfs Leben und Werk hergerichtet worden. Dazu kommt jeweils eine Sonderausstellung zu einem bestimmten Bereich von Gotthelfs Werk.

Der Träger des neuen Zentrums, ein Verein, versteht das neue Gebäude als Ort der Inspiration, der die Neugierde der Besucher wecken soll. Auch soll das Zentrum ermöglichen, sich dem «Phänomen» Gotthelf von verschiedenen Seiten zu nähern, wie er am Donnerstag bei der Präsentation des Zentrums bekanntgab.

Enorme Produktivität

So wird etwa im rekonstruierten Arbeitszimmer Gotthelfs die enorme Produktivität des Vielschreibers vorgestellt. Ein anderer Raum hingegen zeigt den privaten Albert Bitzius und ein weiterer die Rezeptionsgeschichte seiner Werke.

Keinen Einfluss gehabt auf das Zentrum hat nach Aussagen von Projektleiter Heinrich Schütz der kürzlich von den Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Der Bund» in die Öffentlichkeit getragene Streit um den Nachlass von Gotthelf. Ein Nachfahre Gotthelfs weigert sich, einen Teil des Nachlasses für eine neue Gesamtausgabe der Werke freizugeben.

Die Zeitungsartikel nützten dem Zentrum eher, sagt Schütz auf Anfrage. Das Zentrum hat sich das Ziel gesetzt, pro Jahr 6500 Personen anzulocken.

(bert/sda)

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