Neues Zürcher Autobahnteilstück in Betrieb
publiziert: Montag, 4. Mai 2009 / 08:13 Uhr / aktualisiert: Montag, 4. Mai 2009 / 15:52 Uhr

Zürich - Mit ein paar Mausklicks in der Verkehrsleitzentrale der Zürcher Kantonspolizei ist in der Nacht auf Montag der Üetlibergtunnel und damit die Zürcher Westumfahrung für den Verkehr freigegeben worden. Die Inbetriebnahme des neuen A3-Abschnittes verlief störungsfrei.

Der Uetlibergtunnel wurde in der Nacht eröffnet. Bild: Portal Zürich-Wollishofen.
Der Uetlibergtunnel wurde in der Nacht eröffnet. Bild: Portal Zürich-Wollishofen.
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«Die Freigabe hat einwandfrei funktioniert», freute sich Roger Hardmeier, Dienstchef der Verkehrsleitzentrale Letten. Der Countdown sei von seinem Team seit Januar minutiös vorbereitet und in Simulationen geübt worden. «Dennoch waren wir angespannt», räumte er kurz nach der Vekehrsfreigabe ein.

Die Inbetriebnahme der A3-Westumfahrung zwischen den Verwzeigungen Zürich-West bei Wettswil und Zürich-Süd in der Brunau erfolgte gestaffelt. Geöffnet wurde zuerst die Fahrbahn Richtung Chur. Nach einer letzten Kontrollfahrt liess Christian Krismer, verantwortlich für den Autobahnunterhalt, kurz vor Mitternacht am Ostportal des Hafnerbergtunnels die Scherengitter entfernen.

Um 23.59 Uhr war es dann soweit: In der Verkehrsleitzentrale Letten gaben die Beamten per Computer-Mausklick grünes Licht, und die Signale im Üetlibergtunnel schalteten von rot auf grün. Eine halbe Stunde später wiederholte sich das Prozedere in der Gegenrichtung.

Deutscher Wagen das erste Fahrzeug auf der Strecke

Das erste Fahrzeug auf der neuen Strecke liess nicht lange auf sich warten. Ein Personenwagen aus Deutschland mit Wohnanhänger wechselte kurz vor dem Ende des Hafnerbergtunnels ohne Zögern auf die neue Spur, als ob es den Üetlibergtunnel schon lange gäbe.

Zur Eröffnung der neuen Autobahn standen insgesamt 40 Personen des kantonalen Tiefbauamtes sowie 10 Polizeipatrouillen im Einsatz, wie Stasseninspektor Reto Färber vor den Medien ausführte. Unzählige Schilder mussten dem neuen Verkehrsregime angepasst, rote Bänder auf den Signalen entfernt und Absperrungen beseitigt werden.

Staus wie gewohnt

Die Westumfahrung soll die Stadt Zürich vom Transitverkehr befreien. Verkehrsplaner gehen davon aus, dass täglich rund 16'000 Fahrzeuge weniger durch die Stadt fahren werden.

Davon war am Morgen allerdings nichts zu spüren. Auf der Sihlhochstrasse bildeten sich im morgendlichen Berufsverkehr längere Staus und die Wartezeiten waren länger als sonst, wie Heiko Ciceri, Sprecher der Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich, auf Anfrage sagte.

(fest/sda)

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