Neujahrswunsch: Es reicht
publiziert: Dienstag, 27. Dez 2011 / 10:47 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 28. Dez 2011 / 07:56 Uhr
Sarkozy, Merkel, etc: Applikatoren technokratischer, neoliberaler Gehirnwäsche
Sarkozy, Merkel, etc: Applikatoren technokratischer, neoliberaler Gehirnwäsche

«Intelligenz ist nicht nur eine Frage des Geistes, sondern auch eine des Herzens» lautet einer meiner Lieblingsgedanken von Immanuel Kant.

Wer von der klassischen Bildung hoher Nazis, unappetitlichen Rechtspopulisten sowie gehirnverkrümmenden Zynikern weiss, wird diesem Diktum sofort zustimmen. Wer diesen Satz jedoch als Plädoyer für Nicht-Bildung missbraucht, ist genauso auf dem Holzweg wie jene, die meinen, gute Bildung sei ein echter Menschlichkeitsbeförderer.

Nun stelle ich zu Jahresende ernüchtert fest: Politiker à la Wulff, Merkel, Barroso, Blocher etc. sowie die unzähligen sogenannten Experten der konstruierten Mehrheitsmeinungsindustrie verfügen weder über die Intelligenz des Herzens noch eine des Hirns. Was die Mächtigen unserer Zeit - mit wenigen Ausnahmen - auszeichnet, ist die Applikation eines technokratischen, neoliberalen Gehirnwäscheprogramms.

Die Hirne der Machthaber im Schlag von Obama über Merkozy hin zu CamClegg sind nicht nur vom Herz entkoppelt, sondern üben sich in einer politischen Rhetorik, die sich einer zahlenbasierten Kunstwelt abspielt, welche von erbsenzählenden Professoren, die im Zuge der Bolognareform an unsere Universitäten gespült wurden, zu aller Verzweiflung dann als «Wissenschaft» verkauft wird.

Unser Menschsein in unseren Demokratien wird seit Jahren nun ohne Herz konzipiert, verwirtschaftet und in ein neoliberales Autoritäts-Korsett gesteckt.

Wer Hannah Arendt in ihrer Reflektion über Weltverlust auch nur ansatzweise begriffen hat, kann über die unglaubliche Absurdität gegenwärtiger Politik, die Idiotie als Logik, Wahrheit und Sinn proklamiert, schier verzweifeln. Deshalb ist es entscheidend, laut «Aua» und «Nein» zu rufen. «Occupy first, demand later» meint Slavoji Zizek zu recht.

Deshalb wird Occupy auch nicht einfach verschwinden. Denn wie mir geht es vielen Menschen. Denn dieses System, welches das Schöne, Gute und Wahre ins Gegenteil verkehrt, muss ein Ende haben. Es wird es auch. Denn eines ist klar:

Es reicht.

(Regula Stämpfli/news.ch)

Danke, kassandra, für Ihre ...
... sachliche, kurze und prägnante Darstellung eines hochkomplizierten Sachverhaltens, Verhaltensmusters, davor ich mich auch immer wieder selbst hüten muss! Besonders dann, wenn so genannt Rechtsliberale mit "liberal" und "... jeder ist für sich selbst verantwortlich" daherkommt und HEUTE immer noch (!) daran glaubt, dass dies das einzig Richtige ist, um den Menschen zu ihrem Glück zu verhelfen ...

Ich wünsche allen hier auch einen guten Abschluss des nun rasch ablaufenden Jahrs 2011 und für das neue 2012 alles Gute und Schöne und viele angenehme und interessante Begegnungen UND, natürlich das Wichtigste, möglichst eine gute Gesundheit - vielleicht halt auch nur an dem gemessen, was die eigene Gesundheit noch herzugeben bereit ist!

Jedenfalls viel Sonnenschein im 2012!
He? Habe ich das richtig verstanden?
Ist doch seit der Name Midas hier erscheint, immer einer da, der absolut und in jedem Falle Recht hat und andere zurechtweist und vor allem immer wieder falsche Behauptungen aufstellt, die er selbst für wahr hält, es aber keineswegs sind, wie kürzlich wieder über den Chefredaktor Somm. Selbstkritik beim Midas? Habe ich noch nie erlebt.
Schauen wir uns mal den Ausdruck "neoliberal" an. Ein ganz normales Wörtchen, das niemandem etwas zu Leide tut und lediglich einen Sachverhalt umschreibt, der sich auf die wirtschaftliche Politik der Zeit von Margaret Hilda Thatcher, Baroness Thatcher of Kesteven im Vereinigten Königreich bezieht. Jedermann erkennt sofort, was damit gemeint ist und alle Menschen sind im Bilde, wie man so schön sagt, wenn dieser Begriff fällt. Nur der Midas bekommt sofort Adrenalinschübe bei diesem Ausdruck.
Was heisst das für uns? Nun, das soll jeder für sich entscheiden, für mich heisst das, der Midas hat da ein Problem.
Die Unterhaltung wird extrem schwierig, wenn ich jedesmal statt "neoliberal" die "wirtschftlichen Verhältnisse in der Regierungszeit von Margaret Hilda Thatcher, Baroness Thatcher of Kesteven in GB" schreiben müsste. So einfach ist das, Midas! Nie was von Abkürzungen gehört? Nie etwas von von stillschweigender Übereinkunft über den Sinn von Begriffen? Was heisst Aktion? Im Supermarkt halt etwas anderes als in der Physik, so ist das eben einmal, der Sinn von Wörtern erschliesst sich häufig erst aus dem Zusammenhang. Dabei bekommt man doch niemals Adrenalinschübe, aber, aber, guter Midas!
Ach ja, ich finde eine neoliberale Wirtschaftspolitik für alle schädlich, das hat sich ja inzwischen auch hreausgestellt, und alle Welt arbeitet daran, dass solches sich nicht wiederholt. Klar, einige sehen halt die Fehler immer nur aus dem eigenen Blickwinkel und immer nur bei anderen, das ist aber falsch. Gerade die Linken und die Moslems haben Gedanken entwickelt, die solchen Finanzkrisen vielleicht den Garaus machen könnten. Wenn nun aber der Blick in diese Richtungen gertrübt ist und von dort einfach nichts, aber auch gar nichts Richtiges kommen kann, nenne ich das Ideologie und die kann niemals einen Lösungansatz bieten. Ich hoffe, ich habe Sie nicht wieder überfordert mit meinem langem Text.
Einen guten Rutsch, Midas und bleiben Sie auf dem Boden!
Menschenverstand
Politik die darauf besteht dem Gegner keinen Menschenverstand zu unterstellen, kann gar nie gut sein. Wer nur immer denkt die Anderen wären blöd, sich aber nie Mühe gibt sich in die Denkweise derer zu versetzen, kommt nicht weit. Dies gilt für rechte und linke Parteien.

In vielen Sachfragen geht der Linken der gesunde Menschenverstand völlig ab. Zum Beispiel bei der Immigration und bei der Belastung des Mittelstandes durch Steuern und Abgaben.
Der grösste Vorteil der Linken ist ein gesundes Mass an Menschenverstand und ...
... manchmal sogar ... auch Selbstkritik ... grins.
Gute Nacht Midas und träumen Sie süss!
Aber Thomy
Ich habe mich über die Einseitigkeit des Berichtes durch die linke Brille aufgeregt und geschrieben dumme Politik gibt es rechts wie links. Berichte sollten ausgeglichen sein, mit Stämpfli und Etschmayer kommt auf News aber nur die Linke zum Zuge.

Im Gegensatz zu den Linken hier im Forum, die ja all top, unfehlbar und über jeden Zweifel erhaben sind, hinterfrage ich bürgerlich und rechts jeden Tag. Die grösste Unfähigkeit der Linken ist ein gesundes Mass an Selbstkritik.
Mann, Midas - Sie sind doch einer, nicht wahr!?
Offensichtlich fehlt es Ihnen, resp. es fehlt Ihnen etwas ... Ich habe jetzt Stämpflis Artikel gelesen und kann sagen, dass ich in weiten Teilen mit dieser Frau Stämpfli auch gleicher Meinung bin.

Dass Sie, Midas, diesen Artikel - und Ihr Zwilling Pacino auch, zerreisssen und offensichtlich nur auf Reiszworte reagieren können und nicht den Zusammenhang erkennen, das ist ... eben ... halt Midas! Also eine wertlose Meinung. Sie würden lieber länger im warmen Bett bleiben nach-denken!
Linke Brille
Mann Frau Stämpfli, das ist aber wirklich ein sehr tendenziöser Blick durch die Sozi-Brille.

Pacino hat recht, alleine schon durch das Wort Neo-Liberalismus haben sie mit Garantie einen Fan gefunden.

Ich sage nur dumme Politiker und Politik gibt es links wie rechts.
Zum Glück kurz . . .
. . . denn allzulange liesse sich diese Linkspopulistische Slogan-Tirade nicht ziehen. Ein wenig mehr gegen die Neoliberalen und der Artikel könnte von JB sein. Gleichwohl denke ich es hat Ihnen gut getan und das freut mich ja auch, aber liebe Frau Stämpfli, haben Sie kein kleines Tagebuch für solche Exzesse. Eines mit Schlüsselchen vieleicht?
Kurz und Knackig
Ein kurzer und knackiger, mit jedem Wort wahrer Kommentar von Frau Stämpfli.

Vielleicht das Beste, dass sie dieses Jahr geschrieben hat.

Auch Etschmayer hätte dies nicht besser formulieren können.

Danke.
.
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