Neun Schweizer am Start
publiziert: Sonntag, 6. Aug 2006 / 23:51 Uhr / aktualisiert: Montag, 7. Aug 2006 / 14:26 Uhr

Gleich 9 der 18 selektionierten Schweizer stehen am ersten Tag der Leichtathletik-EM in der schwedischen Hafenstadt Göteborg im Einsatz. Die besten Perspektiven besitzt der Lausanner 400-m-Läufer Pierre Lavanchy.

Nach zuletzt eher blassen Resultaten erwartet Lavanchy eine Steigerung.
Nach zuletzt eher blassen Resultaten erwartet Lavanchy eine Steigerung.
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Der 24-jährige Sport- und Psychologie-Student Lavanchy kämpft in der zweiten von vier Vorlaufserien über 400 m um den Einzug in die Halbfinals. Mit einer Saisonbestzeit von 45,97 ist er innerhalb seiner Achterserie die Nummer 4 und insgesamt die Nummer 18 unter 33 Teilnehmern; jeweils drei Erstklassierte plus die vier Zeitbesten sind für die zweite Runde qualifiziert.

Nach zuletzt eher blassen Resultaten erwartet Lavanchy eine Steigerung: «Ich kam nicht auf Topergebnisse, weil ich aus dem forcierten Training heraus gestartet bin», sagte er und sprach in diesem Zusammenhang von «Poker spielen». Bei den WM 2005 in Helsinki hatte er im Vorlauf mit 45,72 geglänzt und im Halbfinal den 5. Rang belegt.

Erster 80-m-Wurf?

Die beiden Speerwerfer Stefan Müller und Felix Loretz träumen vom ersten 80-m-Wurf eines Schweizers mit dem «neuen» Speer. «Die 80 m müssten jetzt eigentlich kommen», sagte der Winterthurer Müller (27), der vor Wochenfrist bei den SM in Olten 79,48 warf.

«Ich versuche, den technischen Ablauf zu optimieren, um die 80 m zu übertreffen», sagte Loretz (31) vom LC Zürich, der in Olten 78,14 erreicht hatte. Unter 24 Werfern belegen die Schweizer nur die Ränge 18 (Müller) und Loretz (20). 81 m werden für die Finalqualifikation verlangt, aber mindestens die besten 12 Werfer kommen weiter.

Oberer vor Klüft

Ein Schweizer Duo tritt auch zum Siebenkampf an, die 26-jährige Simone Oberer vom LC Zürich (Saisonbestleistung 5906 Punkte) und die 27 Jahre alte Sylvie Dufour (SB 5946). Dufour ist auf dem Papier die Nummer 23, Oberer die Nummer 24 im Feld der 32 Athletinnen, das vom schwedischen Liebling Carolina Klüft angeführt wird.

Beide Schweizerinnen setzten sich 6000 Punkte zum Ziel. Die Basellandschäftlerin Oberer ist die einzige Athletin im Feld, die Klüft schon einmal besiegte. Das war 2001 beim Europacup in Ried (Ö), wo Oberer 5820 Punkte totalisierte. Oberers Mutter war unter ihrem Mädchennamen Doris Bisang 1972 in München Olympiateilnehmerin im Hochsprung.

Mirja wie Vater Albrecht und Mutter Marijke

Bereits zu einem Endlauf tritt die zweifache Mutter Mirja Jenni-Moser (30) über 10´000 m an. Sie ist mit einer Bestzeit von 32:51,03 nur die 23. unter 28 Konkurrentinnen.

«Eine weitere Verbesserung auf 32:30 traue ich mir zu», sagte die Tochter des Läufer-Ehepaares Moser. Ihr Vater Albrecht und ihre Mutter Marijke waren wie Simone Oberers Mutter 1972 bei den Olympischen Spielen in München gestartet.

Mirja Jenni stillt auch in Göteborg ihren im Januar geborenen Sohn Fabian noch. Zur Betreuung Fabians sind auch Mirjas Ehemann Walter Jenni, am letzten Wochenende SM-Zweiter über 5000 m, und Tochter Anina (4) in Göteborg dabei.

Schwierige Aufgabe

Nicht einfach wird auch die Aufgabe für Langhürdlerin Martina Naef (LC Opfikon). Die 26-Jährige aus Samstagern hat auf dem Papier (Bestzeit 56,97) als Nummer 25 keine Chance, sich unter 32 Läuferinnen für die Halbfinals über 400 m Hürden zu qualifizieren.

«Ich denke, dass ich meine Zeit nochmals etwas drücken kann, und das ist auch mein Ziel», sagte sie. Vor Wochenfrist lief sie in Olten erstmals unter 57 Sekunden.

Im Hinblick auf den 4x100-m-Staffeleinsatz vom Samstag können die beiden Sprinter Markus Lüthi (26) und Andreas Baumann (27) die 100-m-Vorläufe bestreiten - und hoffen, sie zu überstehen, obwohl Lüthi nur den 37. und Baumann den 40. Rang unter 44 Konkurrenten belegt. Für sie gilt die allgemeine Schweizer Zielsetzung: Bestätigung der Qualifikationsleistung.

Zeitplan und Schweizer Einsätze (Montag, 7. August)
10.05 Kugel Männer, Qualifikation A, B 10.10 100 m Hürden Siebenkampf (MIT SIMONE OBERER UND SYLVIE DUFOUR) 10.15 Hammer Frauen, Qualifikation A 10.40 100m Männer, Vorläufe (MIT BAUMANN UND LÜTHI) 11.15 Hochsprung Siebenkampf (MIT OBERER UND DUFOUR) 11.40 400 m Hürden Frauen, Vorlauf (MIT MARTINA NAEF) 11.50 Hammer Frauen, Qualifikation B 12.15 400 m Männer, Vorläufe (MIT PIERRE LAVANCHY)

17.30 Kugel Siebenkampf (MIT OBERER UND DUFOUR) 17.45 Hochsprung Männer, Qualifikation A,B 17.50 800 m Frauen, Vorläufe 18.10 Speer Männer, Qualifikation A (MIT FELIX LORETZ) 18.35 100 m Männer, Zwischenläufe (EV. MIT BAUMANN UND LÜTHI) $ 18.45 KUGEL MÄNNER, FINAL 19.10 1500 m Männer, Halbfinals 19.30 Speer Männer, Qualifikation B (MIT STEFAN MÜLLER) 19.40 200 m Siebenkampf (MIT OBERER UND DUFOUR) 19.45 Weitsprung Männer, Qualifikation A,B 20.10 10 000 M FRAUEN, FINAL (MIT MIRJA JENNI)

(von Peter A. Frei und Hans Leuenberger (Si)/Si)

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