Neun Tote nach Unwettern in Australien
publiziert: Montag, 11. Jun 2007 / 16:06 Uhr

Maitland - Nach den schweren Stürmen an der Ostküste Australiens sind mehrere Ortschaften von Überschwemmungen bedroht. Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Neun Menschen kamen ums Leben, darunter eine fünfköpfige Familie.

Der Ministerpräsident des Bundesstaats New South Wales, Morris Iemma, war bestürzt.
Der Ministerpräsident des Bundesstaats New South Wales, Morris Iemma, war bestürzt.
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Die Eltern mit ihren drei Kindern waren im Südosten Australiens mit ihrem Fahrzeug unterwegs, als die Strasse unter ihnen in den Fluten wegbrach. Die Familie wurde in einen durch die Wassermassen angeschwollenen Bach geschwemmt und kam dabei ums Leben.

In Maitland, 130 Kilometer nördlich von Sydney, wurden rund 6000 Menschen in Sicherheit gebracht, nachdem der Hunter-Fluss aus seinem Bett getreten war und einen Damm um das Stadtzentrum zu überfluten drohte.

Auch die Stadt Newcastle im benachbarten Hunter Valley war von den Fluten bedroht. Nach Behördenangaben sieht sie aus «wie nach einem Erdbeben». Der Wiederaufbau werde Wochen und Monate dauern, sagte Janet Dore vom Stadtrat.

Schwerster Sturm seit 30 Jahren

Rund 100 Grundstücke waren den Angaben zufolge überflutet. Nach Angaben des australischen Wetterdienstes stiegen die Pegel der Flüsse aber langsamer als zunächst befürchtet.

Der Ministerpräsident des Bundesstaats New South Wales, Morris Iemma, äusserte sich schockiert über das Ausmass der Zerstörung. «Die Wassermassen sind einfach unglaublich. Es sieht aus, als sei das ganze Tal überschwemmt», sagte er nach einem Flug über das Gebiet.

Nach Schätzungen von Iemma verursachte das Unwetter Schäden in mehrfacher Millionenhöhe. Es war der schwerste Sturm seit 30 Jahren auf dem australischen Kontinent.

(smw/sda)

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