NASA-Raumsonde rast Zwergplanet entgegen
New Horizons: Kameras erfassen mehrere Pluto-Monde
publiziert: Montag, 2. Mrz 2015 / 17:05 Uhr
New Horizons Hauptkamera vermag Pluto mit seinem grössten Mond Charon bereits gut zu unterscheiden.
New Horizons Hauptkamera vermag Pluto mit seinem grössten Mond Charon bereits gut zu unterscheiden.

Die NASA-Raumsonde New Horizons nähert sich Pluto unaufhörlich an. Inzwischen kann die Hauptkamera bereits dessen Monde ablichten. Bis jedoch detaillierte Aufnahmen gemacht werden können, dauert es noch rund fünf Monate. Dann nämlich wird das unbemannte Raumfahrzeug den Kleinplaneten, am Rande unseres Sonnensystems, passieren.

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Seit bereits neun Jahren befindet sich New Horizons im Anflug auf Pluto, dem die Internationale Astronomische Union im Jahr 2006 den Planetenstatus aberkannt hatte. Der Zwergplanet umrundet unsere Sonne in einer mittleren Distanz von weit über 5 Milliarden Kilometern und benötigt für eine Umrundung beinahe 248 Jahre. Ein Plutojahr, welches also fast zweieinhalb Erd-Jahrhunderte lang dauert!

Am 15. Januar begannen die NASA-Astronomen via Sonde mit wissenschaftlichen Beobachtungen, zu denen auch die Erforschung der fünf derzeit bekannten Monde Charon, Nix, Hydra, Kerberos und Styx zählen. Aus einer Entfernung von etwa 200 Millionen Kilometern - das ist weiter als die Distanz zwischen Erde und Sonne - können die Kameras bereits Pluto und Mond Charon einzeln als weisse Punkte gut erkennen.

Pluto und Charon bilden eine Art Doppelplanetensystem: Die beiden Himmelskörper unterscheiden sich bezüglich ihrer Grösse nicht derart markant wie beispielsweise die Erde und der Mond. Pluto hat einen Durchmesser von 2274 km, Charon kommt auf etwa 1212 km. Auch die viel kleineren Monde Nix (46 bis 137 km) und Hydra (61 bis 167 km) konnten erfolgreich abgebildet werden. Kerberos und Styx hingegen sind noch zu lichtschwach, um aus dem derzeitigen Abstand zwischen Pluto und New Horizons von den Kameras wahrgenommen zu werden.

New Horizons rast dem Pluto-System mit 52'546 km/h entgegen. Jetzt erfolgt dann die Phase, wo sich die Raumsonde den Himmelsobjekten so stark angenähert hat, dass deren Bordkameras diese zunehmend besser aufzulösen vermögen. Und wer weiss: Vielleicht entdeckt das New Horizons-Team noch weitere, bislang unbekannte Monde.

(Alex Sutter/news.ch)

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