«New Horizons» erreicht Jupiter
publiziert: Freitag, 19. Jan 2007 / 13:43 Uhr

Washington - Ein Jahr nach ihrem Start Richtung Pluto nähert sich die NASA-Sonde «New Horizons» dem Jupiter. Die schnellste Raumsonde der Geschichte wird von der Anziehungskraft des grössten Planeten unseres Systems noch einmal beschleunigt.

Die Sonde «New Horizons» nutzt die Anziehungskraft des Jupiter zur Beschleunigung.
Die Sonde «New Horizons» nutzt die Anziehungskraft des Jupiter zur Beschleunigung.
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Dank zusätzlicher 14 000 Kilometer pro Stunde soll «New Horizons» nun insgesamt 84 000 Kilometer pro Stunde schnell werden, wie die US- Raumfahrtbehörde NASA am Donnerstag (Ortszeit) in Washington berichtete.

«Die Anziehungskraft des Jupiters spart uns drei Jahre auf unserer Reise zum Pluto», sagte «New Horizons»-Chefwissenschaftler Alan Stern vom Southwest Research Institute in Boulder.

Die am 19. Januar 2006 gestartete Sonde soll den bislang weitgehend unerforschten Zwergplaneten am Rande unseres Sonnensystems im Sommer 2015 erreichen.

Präzise Bilder

Den Vorbeiflug am Gasriesen Jupiter, den schon mehrere irdische Raumsonden besucht haben, will das Forscherteam nicht nur zum Test der Sonde verwenden. Von den mehr als 700 geplanten Beobachtungen erhofft sich die NASA auch neue Erkenntnisse über die stürmische Jupiteratmosphäre sowie die Jupiter-Ringe und seine vier Monde.

Die Bilder sollen 30 Mal präziser als bisherige werden. Darunter sollen auch die ersten Nahaufnahmen vom «Kleinen Roten Fleck» sein. Dieser neue Wirbelsturm in der stürmischen Jupiteratmosphäre war erst kürzlich etwas unterhalb des Grossen Roten Flecks entstanden.

Der Grosse Rote Fleck - ein Wirbelsturm, der annähernd die gesamte Erde verschlucken könnte, wird bereits seit dem 17. Jahrhundert beobachtet. Bislang befindet sich «New Horizons» nach NASA-Angaben genau auf Kurs.

«Alles läuft bestens»

«Die Energieversorgung funktioniert ausgezeichnet, alles läuft bestens», berichtete Stern über den Stand des bis zum Jahr 2016 auf rund 700 Millionen Dollar (874 Millionen Franken) veranschlagten Projekts.

Für das so genannte Swing-by-Manöver am Jupiter muss die Sonde in einen 800 Kilometer schmalen Korridor gesteuert werden.

(bert/sda)

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