«New Horizons» zum Planeten Pluto gestartet
publiziert: Donnerstag, 19. Jan 2006 / 20:40 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 19. Jan 2006 / 21:00 Uhr

Cape Canaveral - Erstmals in der Geschichte ist eine Expedition zum Planeten Pluto aufgebrochen.

«New Horizons» startete um 20.00 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida.
«New Horizons» startete um 20.00 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida.
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Die NASA-Raumsonde «New Horizons» hob auf einer Atlas- 5-Rakete um 20.00 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab.

Die Sonde soll die rund sechs Milliarden Kilometer in neuneinhalb Jahren zurücklegen. Die US-Raumfahrtbehörde erwartet von dem als «Eiszwerg» bezeichneten Planeten Pluto neue Erkenntnisse über die Herausbildung unseres Sonnensystems.

«New Horizons» wird nach Angaben der NASA schneller fliegen als alle anderen Raumflugkörper vor ihr. Sie sollte dabei die erste Teilstrecke bis zum Mond in nur neun Stunden zurücklegen. Für die gleiche Entfernung benötigten die Apollo-Besatzungen drei Tage.

Beschleunigung durch Jupiter

In rund 13 Monaten wird die Raumsonde, die etwa die Grösse eines Klaviers aufweist, am Planeten Jupiter erstmals ihre sieben wissenschaftlichen Instrumente testen. Bei dem Riesenplaneten holt sie sich ausserdem so viel Schwung, dass sie förmlich in Richtung Pluto am Rande unseres Sonnensystems geschleudert wird.

Trotz aller Geschwindigkeitsrekorde wird die Raumsonde erst im Juli 2015 in einer Entfernung von rund 10 000 Kilometern an Pluto und dessen Mond Charon vorbeifliegen. Die NASA erwartet von dem rund 900 Millionen Franken teuren Projekt eine Innenansicht der Ursprünge unseres Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren.

Start nach Verschiebungen Die Mission sollte ursprünglich bereits am Dienstag beginnen, wurde aber zunächst wegen heftiger Windböen in Cape Canaveral und dann wegen eines Stromausfalls im Labor der Missionskontrolle verschoben.

Pluto ist ein Drittel kleiner als unser Mond und damit der kleinste der neun Planeten unseres Sonnensystems. Er wurde erst 1930 von dem US-Astronomen Clyde Tombaugh entdeckt.

(bert/sda)

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