Bitte um Verzeihung
News-International-Chefin Brooks tritt zurück
publiziert: Freitag, 15. Jul 2011 / 10:54 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Jul 2011 / 13:45 Uhr
Der politische Druck auf Rupert Murdoch wächst weiterhin.
Der politische Druck auf Rupert Murdoch wächst weiterhin.

New York/London - Die durch den Abhörskandal in Grossbritannien unter Druck geratene Chefin der britischen Zeitungsgruppe News International, Rebekah Brooks, tritt zurück. Währenddessen hat die US-Bundespolizei Ermittlungen gegen Murdochs Medienimperium eingeleitet.

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Rebekah Brooks, die zur Zeit des Abhörskandals Chefredaktorin der inzwischen eingestellten Boulevardzeitung «News of the World» gewesen war, tritt zurück.

Unterdessen gab die Verlagsholding News International bekannt, an die Stelle der zurückgetretenen Verlagsmanagerin Rebekah Brooks werde der bisherige Chef von Sky Italia, Tom Mockridge, rücken. Der Neuseeländer hat wie Brooks seine Karriere als Zeitungsjournalist begonnen. James Murdoch halte ihn für die «beste Person, um das Unternehmen in eine bessere Zukunft» zu führen.

Ermittlungen in den USA

Die US-Bundespolizei leitete Ermittlungen gegen seinen Medienimperium ein. Auslöser waren Vermutungen, Journalisten der News Corp. hätten versucht, Telefone von Opfern der Terroranschläge vom 11. September anzuzapfen.

«Wir kommen in dieser Angelegenheit voran, in dem wir die angemessenen Exekutivorgane nutzen», sagte Generalbundesanwalt Eric H. Holder am Freitag. Nach Informationen des «Wall Street Journal» will das FBI auch wissen, ob es Versuche gegeben hat, Polizisten zu bestechen, um an die Informationen zu gelangen.

Murdoch verteidigte unterdessen das Vorgehen seines Unternehmens im Abhörskandal um das britische Boulevardblatt «News of the World». Der Konzern werde sich von allen negativen Auswirkungen der Vorwürfe erholen, sagte der 80-Jährige dem «Wall Street Journal», das ebenfalls News Corp. gehört.

Berichte, er werde wegen des Skandals alle seine britischen Zeitungen verkaufen, wies Murdoch ebenso zurück wie Kritik daran, wie er und sein Sohn James auf die Krise reagierten. Er ärgere sich über all die negative Presse in jüngster Zeit, erklärte er.

Entschuldigung

In der Affäre um abgehörte Mobiltelefone will der Murdoch-Konzern die britische Nation um Entschuldigung bitten. James Murdoch, Europa-Chef des Medienkonzerns News Corp., kündigte am Freitag an, es würden in den Wochenendausgaben aller landesweit erscheinenden Zeitungen Anzeigen geschaltet.

«Das Unternehmen hat Fehler gemacht», schrieb der Sohn des Medienmoguls Rupert Murdoch in einer Notiz an die Mitarbeiter von News International.

«Wir werden uns bei der Nation entschuldigen für das, was passiert ist», sagte James Murdoch am Freitag in London. Zusätzlich würden Briefe an die Anzeigenkunden verschickt, in denen genau dokumentiert sei, welche Schritte zur Lösung der Krise unternommen worden seien.

Bei ihrem Auftritt vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss am kommenden Dienstag wollen er und sein Vater Rupert Murdoch aber auch «Dinge geraderücken».

(nat/sda)

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