Nicht verjährt: Prozess um Air-India-Anschlag beginnt
publiziert: Dienstag, 29. Apr 2003 / 07:26 Uhr

Vancouver - Fast 18 Jahre nach dem zweitschwersten Terroranschlag in der Geschichte der Luftfahrt hat in Kanada der Prozess gegen zwei mutmassliche Täter begonnen. Dem Anschlag vor der Küste von Irland waren 329 Menschen zum Opfer gefallen.

Die Staatsanwaltschaft warf den beiden Mitgliedern der Sikh-Glaubensgemeinde am Montag in Vancouver die direkte Beteiligung an dem Bombenschlag auf die Maschine der Air India am 23. Juni 1985 vor.

Zudem seien die Angeklagten an einem versuchten Bombenanschlag auf eine weiteres Flugzeug der Air India beteiligt gewesen. Dabei waren am selben Tag auf dem Narita-Airport von Tokio zwei Gepäckstauer getötet worden.

Sprengkörper

Für die Anschläge auf die beide indischen Flugzeuge waren nach Angaben der kanadischen Ermittler in Koffern versteckte Sprengkörper benutzt worden. Diese sollen von Vancouver aus in die betroffenen Maschinen geschmuggelt worden sein.

Chefankläger Robert Wright erklärte, der Prozess werde zeigen, dass die indischen Einwanderer Ajaib Singh Bagri und Ripudaman Singh Malik der kriminellen Verschwörung sowie terristischer Akte schuldig sind. Beide bekannten sich über ihre Anwälte für nicht schuldig.

Babbar Khalsa

Die Angeklagten gehörten der extremistischen Gruppe Babbar Khalsa an, die in der indischen Region Punjab die Schaffung eines Sikh-Staates mit dem Namen Khalistan erzwingen will. Drahtzieher der Anschläge soll der frühere Anführer der Sikh-Extremisten Talwinder Singh Parmar gewesen sein.

Pramar war 1992 von der indischen Polizei getötet worden. Er hatte die Attentate nach Überzeugung der kanadischen Polizei als Racheakte für die blutige Eroberung des Goldenen Tempels in Amritsar, des grössten Sikh-Heiligtums, geplant und bei der Organisation geholfen. Ein dritter Angeklagter hatte im Februar zugegeben, die Bombe gebaut zu haben.

(bsk/sda)

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