Niederlage für Haiders FPÖ bei Landtagswahlen
publiziert: Sonntag, 28. Sep 2003 / 23:00 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 28. Sep 2003 / 23:22 Uhr

Wien - Bei den Landtagswahlen in den österreichischen Bundesländern Oberösterreich und Tirol hat die FPÖ eine herbe Schlappe erlitten. Koalitionspartnerin ÖVP legte zu, jedoch weniger als erwartet.

Die FPÖ hat in Österreich ein Wahldebakel erlebt. Dazu könnte auch das unberechenbare Verhalten von Jörg Haider beigetragen haben.
Die FPÖ hat in Österreich ein Wahldebakel erlebt. Dazu könnte auch das unberechenbare Verhalten von Jörg Haider beigetragen haben.
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Nach amtlichen Ergebnissen kam die freiheitliche Partei (FPÖ) von Jörg Haider in Oberösterreich nur noch auf 8,5 Prozent und verlor damit rund zwölf Prozentpunkte. In Tirol, wo die FPÖ vor vier Jahren noch 19,6 Prozent der Stimmen errungen hatte, kam sie nur noch auf acht Prozent.

In beiden Bundesländern behauptete die Volkspartei (ÖVP) von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel klar die Mehrheit. In Tirol legte die ÖVP im Vergleich zu 1997 2,7 Prozentpunkte zu und verfehlte mit 49,9 Prozent der Stimmen knapp die absolute Mehrheit.

In Oberösterreich konnten die Konservativen sich ebenfalls leicht um 0,8 Punkte auf 43,4 Prozent verbessern. Deutliche Stimmengewinne erzielte die sozialdemokratische SPÖ. Sie legten im Vergleich zu den Wahlen vor sechs Jahren um elf Prozentpunkte auf 38,3 Prozent zu.

In Tirol erlangte die SPÖ 25,9 Prozent und damit vier Prozentpunkte mehr als 1997. Die Grünen erzielten mit 9,1 Prozent in Oberösterreich und 15,5 Prozent in Tirol ihr bestes Ergebnis überhaupt.

Kanzler Schüssel wollte nicht von einer Krise innerhalb der Koalition sprechen. Er sehe den Partner FPÖ nicht destabilisiert, sagte er im ORF-Fernsehen. Politische Beobachter hatten der FPÖ im Vorfeld bereits eine Wahlschlappe vorausgesagt.

Die Erfolge der auf Bundesebene oppositionellen SPÖ in Oberösterreich schrieben Kommentatoren der umstrittenen Privatisierung des Stahlunternehmens Voestalpine durch die ÖVP/FPÖ-Bundesregierung zu, die bei der Belegschaft auf Widerstand gestossen war.

(tr/sda)

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