Niederlande braucht Hilfe bei Hühnertötung
publiziert: Dienstag, 4. Mrz 2003 / 19:03 Uhr

Den Haag - Nach dem Ausbruch der Geflügelpest sucht das niederländische Landwirtschaftsministerium jetzt auch im Ausland nach technischer Unterstützung. Um die Seuche zu stoppen, müssten Hunderttausende von Hühnern und Küken getötet werden.

Hühner auf einer Hühnerfarm.
Hühner auf einer Hühnerfarm.
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Dafür werden auch schnell einsetzbare mobile Anlagen aus dem Ausland gesucht. Allein in der am stärksten betroffenen Region bei Barneveld schlüpfen täglich 400 000 Küken, wie ein Sprecher der Geflügelwirtschaft erklärte.

Im Raum Barneveld ist nach Behördenangaben inzwischen bei 17 Betrieben das für die Geflügelpest verantwortliche, hochansteckende Influenza-A-Virus H7N7 festgestellt worden. Die Vernichtung der infizierten Tiere geschieht bisher allein mit Gas.

Um ein Übergreifen der Geflügelpest auf Deutschland zu verhindern, wollen die deutschen Agrarminister die Schutzvorkehrungen noch verstärken. Im norddeutschen Niedersachsen seien vorsorglich rund 250 Betriebe gesperrt worden.

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium in Hannover verlangte von Den Haag konkrete Angaben darüber, an welche Abnehmer die unter Geflügelpest-Verdacht stehenden niederländischen Betriebe Bruteier oder Junghühner geliefert haben.

Die EU und die Schweiz hatten bereits am Montag ein Importverbot verfügt. In der Schweiz sind indes bereits 54 500 niederländische Kücken, die im Februar importiert worden waren. Laut dem Bundesamt für Veterinärwesen besteht kein Anlass zur Panik. Im Rahmen der amtstierärztlichen Überwachung wäre die Seuche vermutlich bereits festgestellt worden.

Die Geflügelpest, auch als Vogelgrippe bezeichnet, stellt für Menschen in der Regel keine Gefahr dar.

(fest/sda)

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