Kuba - Niederlande
Niederlande weichen mit Kuba-Diplomatie von EU-Kurs ab
publiziert: Dienstag, 7. Jan 2014 / 21:43 Uhr
Frans Timmermans, Aussenminister der Niederlande, verhandelte in Kuba.
Frans Timmermans, Aussenminister der Niederlande, verhandelte in Kuba.

Die Niederlande brechen mit einer EU-Übereinkunft zur Kuba-Diplomatie und öffnen sich dem kommunistisch regierten Land. Bei der ersten offiziellen Reise eines niederländischen Aussenministers seit der kubanischen Revolution 1959 vereinbarte Frans Timmermans am Dienstag politische Konsultationen mit der Regierung in Havanna.

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Zugleich forderte er die Europäische Union auf, ihre Beziehungen zu dem karibischen Inselstaat neu zu gestalten. Dialog sei der bessere Weg, sagte er.

immermans wurde bei seinem Besuch von einer Unternehmerdelegation aus seiner Heimat begleitet. Der kubanische Aussenminister Bruno Rodriguez betonte, jüngste Reformen in Kuba eröffneten der niederländischen Wirtschaft neue Möglichkeiten.

Präsident Raul Castro, der 2008 die Macht von seinem erkrankten Bruder Fidel übernahm, leitete wirtschaftsfreundliche Reformen ein. Die EU hatte sich 1996 auf eine gemeinsame Position geeinigt, die engere Beziehungen zu Kuba von demokratischen Fortschritten und der Achtung der Menschenrechte abhängig macht.

Die Niederländer gelten als entschiedene Verfechter von Demokratie und Menschenrechten. Sie unterhalten aber auch enge Handelsbeziehungen zu Kuba, die vor allem aus Importen von der Karibik-Insel bestehen.

(fest/sda)

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