Niederschläge konnten Feinstaub nicht wegputzen
publiziert: Dienstag, 17. Jan 2006 / 12:28 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Jan 2006 / 13:30 Uhr

Bern - Das Schweizer Mittelland ist in der Nacht mit rund sechs Zentimetern Schnee eingedeckt worden. Eine zweite Niederschlagswelle bringt am Abend auch den Alpen Schnee und reduziert gleichzeitig die immer noch hohen Feinstaubwerte.

Nach wie vor hoch waren am Morgen die Feinstaubwerte.
Nach wie vor hoch waren am Morgen die Feinstaubwerte.
4 Meldungen im Zusammenhang
In den Kantonen Bern und Solothurn musste die Polizei zu total 45 Unfällen ausrücken, im Kanton Basel-Stadt zu 13. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. Im Kanton Solothurn wurde die Strasse Hochwald-Dornach wegen Eisregen gesperrt. Auch im Baselbiet mussten mehrere Strassen vorübergehend gesperrt werden.

Unfälle

Die Verkehrsbetriebe der Stadt Bern hatten auf dem ganzen Netz grosse Mühe, den Fahrplan einigermassen aufrecht zu erhalten. In den Kantonen Basel-Landschaft und Zürich kam es zu je 20 Unfällen. Besonders betroffen war die A1 zwischen Zürich und Winterthur. Auf der Forchstrasse wurde bei einer Frontalkollision eine Person schwer verletzt.

Eine zweite Niederschlagswelle bringt gemäss Prognosen von MeteoSchweiz am Abend vor allem den Alpen Schnee. Gleichzeitig steigt die Schneefallgrenze im Mittelland auf rund 900 Meter an. In den Alpentälern hingegen bleibt die Schneefallgrenze tief.

Hoffen auf zweite Niederschlagswelle

Nach wie vor hoch waren am Morgen die Feinstaubwerte. Der Kaltluftsee, der sich in den letzten zwei Wochen über der Schweiz festgesetzt hat, sei durch die erste Störung vorerst nur «angeknabbert» worden, hiess es bei MeteoSchweiz. Mit der zweiten Niederschlagswelle werde er dann weggewindet.

Einige Stationen meldeten so hohe Feinstaubwerte wie noch nie. In Tänikon TG wurden um 8 Uhr 103 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen - so viel wie noch nie diesen Winter. Nach wie vor Spitzenwerte meldeten auch die Städte Bern (96) und Zürich (90). Am Morgen lag der Feinstaubwert in 11 der 13 Stationen immer noch über dem Grenzwert von 50 Mikrogramm.

(fest/sda)

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