Nigeria: Reichtum durch Spam-Betrug
publiziert: Montag, 8. Okt 2007 / 21:58 Uhr

Zürich - Spam-E-Mails, die Millionen von Dollar versprechen, werden nicht selten aus Nigeria in die Mailbox eines «reichen Weissen» geschickt.

Kaum zu glauben: Laut Angaben der nigerianischen Polizei ist rund eines von hundert versendeten E-Mails erfolgreich.
Kaum zu glauben: Laut Angaben der nigerianischen Polizei ist rund eines von hundert versendeten E-Mails erfolgreich.
1 Meldung im Zusammenhang
Im bevölkerungsreichsten Land Afrikas ist E-Mail-Betrug, so genannter «Scam», einer der wenigen Wege reich zu werden, abgesehen von einer Karriere als Politiker, wie ein Nigerianer der Schweizer Sonntagszeitung sagte, die sich auf die Spuren der Scammer gemacht hat. Diese werden in Nigeria «Yahoo-Boys» genannt, da sie mit Vorliebe Yahoo-Mailkonten verwenden.

Die Yahoo-Boys geben sich oft als Anwälte von Verstorbenen aus, deren Millionen sie nicht ohne Hilfe vom Konto beheben könnten. Sobald man sich auf das Geschäft einlässt, passieren «Schwierigkeiten in der Geschäftsabwicklung» oder es werden ein paar tausend Dollar «Schmiergeld» für einen Regierungsbeamten benötigt.

Falls man den Fehler macht, dieses Geld wirklich zu überweisen, hört man voraussichtlich nie wieder etwas vom «Geschäftspartner» aus Nigeria. Dem Schweizer Bundeskriminalamt ist kein Fall bekannt, in dem die versprochenen Millionen tatsächlich überwiesen wurden. Dennoch ist laut Angaben der nigerianischen Polizei rund eines von hundert versendeten E-Mails erfolgreich.

Bis zu 6000 Dollar im Monat

Die «Yahoo-Boys» können gut von ihrem Geschäft leben, lassen sich damit doch bis zu 6000 Dollar im Monat verdienen. Ein nigerianischer Kellner verdient lediglich 125 Dollar.

Die Polizei geht gegen die Betrüger mit einer eigenen Sondereinheit vor, der Economic and Financial Crimes Commission (EFCC). Diese stürmt regelmässig jene Internetcafés, in denen betrügerische Aktivitäten vermutet werden. Meist werden die festgenommenen Surfer - ob Scammer oder nicht - jedoch gegen eine «Bearbeitungsgebühr» wieder auf freien Fuss gesetzt.

(fest/pte)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie ... mehr lesen  
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen Formen der Sklaverei. Die Zahl liegt deutlich höher als die 2014 gezählten 35,8 Millionen. mehr lesen  
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ... mehr lesen  
Der 22-jährige befindet sich seit Samstag auf der Flucht. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 13°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter wechselnd bewölkt, Regen
Basel 15°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 15°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter wechselnd bewölkt, Regen
Bern 13°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 14°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft wechselnd bewölkt, Regen
Genf 13°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Lugano 18°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten