Nigerianisches Gericht spricht Amina Lawal frei

publiziert: Donnerstag, 25. Sep 2003 / 14:02 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 25. Sep 2003 / 14:29 Uhr

Nairobi - Die Nigerianerin Amina Lawal ist vom Vorwurf des Ehebruchs freigesprochen worden. Damit wendete ein islamisches Berufungsgericht in Katsina das Todesurteil durch Steinigung gegen die 31-Jährige Mutter ab.

Amina Lawal hat es dank internationalem Druck geschafft: Freispruch.
Amina Lawal hat es dank internationalem Druck geschafft: Freispruch.
Im März 2002 war Lawal verurteilt worden, weil sie zwei Jahre nach ihrer Scheidung schwanger geworden war. Das islamische Gericht sah darin einen Ehebruch.

Im Interesse der kleinen Tochter von Lawal wurde entschieden, dass das Urteil nicht vor Januar 2004 vollstreckt werden kann. Ein erstes islamisches Berufungsgericht hatte das Todesurteil vor einem Jahr bestätigt.

Der Schuldspruch vom März vergangenen Jahres wurde nun verworfen mit der Begründung, Lawal habe nicht ausreichend Gelegenheit gehabt, sich zu verteidigen.

Lawals Anwälte argumentieren ausserdem, dass das Kind noch vor der Einführung des islamischen Rechts gezeugt worden sei. Die Scharia gilt mittlerweile in 12 der 36 Bundesstaaten.

Der Fall hatte weltweit Aufsehen erregt. Die Wahl der Miss World wurde im vergangenen Jahr nach Protesten gegen das Todesurteil und blutigen Ausschreitungen von Nigeria nach Grossbritannien verlegt. Menschenrechtsorganisationen riefen zu Unterstützungskampagnen auf.

(fest/sda)

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