Boko Haram
Nigerias Armee meldet Rückeroberung der Stadt Baga
publiziert: Sonntag, 22. Feb 2015 / 14:36 Uhr
Die nigerianische Armee habe Boko Harams Waffen- und Materialbestände in Baga zerstört. (Symbolbild)
Die nigerianische Armee habe Boko Harams Waffen- und Materialbestände in Baga zerstört. (Symbolbild)

Lagos - Die nigerianische Armee hat am Wochenende nach eigenen Angaben die Stadt Baga von der radikalislamischen Extremistengruppe Boko Haram zurückerobert.

7 Meldungen im Zusammenhang
«Truppen haben heute Nachmittag nach heftigen Gefechten mit Terroristen Baga eingenommen. Schwere Verluste», teilte das nigerianische Militär am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Bei heftigen Gefechten um die Stadt im Nordosten Nigerias sei «eine grosse Zahl von Terroristen» getötet worden, sagte Militärsprecher Chris Olukolade.

Eine unabhängige Bestätigung für die Rückeroberung Bagas gab es nicht. Boko Haram hatte die Stadt am Ufer des Tschad-Sees, an den Nigeria, Kamerun, der Niger und der Tschad grenzen, am 3. Januar eingenommen. Es wird befürchtet, dass die Rebellengruppe dabei hunderte Menschen ermordete.

Waffenbestände zerstört

Olukolade sagte, die nigerianische Armee, die gemeinsam mit Soldaten aus den Nachbarstaaten gegen Boko Haram kämpft, habe die Waffen- und Materialbestände der Extremisten in Baga zerstört. Darunter seien fünf Flugabwehrgeschütze, Gewehre, mehr als 30 Motorräder und mehrere weitere Fahrzeuge gewesen. Die Stadt und zwölf umliegende Ortschaften seien eingekesselt worden, um es den extremistischen Kämpfern zu erlauben, ihre Waffen niederzulegen.

Vor wenigen Tagen hatte die nigerianische Armee bereits die Garnisonsstadt Monguno etwa 65 Kilometer von Baga entfernt eingenommen. Das Militär griff dort sowohl am Boden als auch aus der Luft an. Die Offensive wurde daraufhin in Richtung Baga vorgesetzt.

Olukolade sagte, Soldaten hätten auf ihrem Weg dorthin an den Strassen zahlreiche fliehende Boko-Haram-Kämpfer gesehen. Viele von ihnen seien verletzt gewesen.

Angriffe in der ganzen Region

Boko Haram tötete indes bei einem Angriff im südöstlichen Niger sieben nigrische Soldaten. Bei dem Überfall auf das Dorf Karouga nahe dem Tschad-See habe die Islamistengruppe ihrerseits 14 Kämpfer verloren, erklärte die Armee.

Ein Vertreter der tschadischen Sicherheitskräfte sagte, die Angreifer hätten nach dem Überfall über den See in den Tschad zu gelangen versucht. Doch die Luftwaffe habe eingegriffen und ihre fünf Boote zerstört.

Die Extremistengruppe hatte in den vergangenen Monaten ihre Angriffe vom Nordosten Nigerias auf Kamerun, den Tschad und den Niger ausgedehnt. Diese entschlossen sich daraufhin zum Eingreifen und entsandten Truppen in ihre Grenzgebiete zu Nigeria.

Anfang Februar beschlossen die vier Länder und Benin zudem, eine Eingreiftruppe von 8700 Soldaten gegen die Rebellen aufzustellen. Diese kämpfen seit 2009 mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias.

(asu/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Abuja - Den nigerianischen Streitkräften ist ein weiterer Schlag gegen die ... mehr lesen
Die Afrikanische Armee konnten die Extremisten aus Bama vertreiben.
Die Zivilbevölkerung in Nigeria leidet unter Terror.
Kano - Bei zwei Bombenanschlägen auf Busbahnhöfe im Norden Nigerias sind am Dienstag mindestens 25 Menschen getötet worden. Das erste Attentat wurde in der Stadt Potiskum ... mehr lesen
Niamey - Die nigerianische Armee ... mehr lesen
Eine unabhängige Bestätigung zu den Ereignissenliegen nicht vor. (Symbolbild)
Kano - In einer Videobotschaft hat der Anführer der Islamistengruppe Boko Haram seine Absicht bekräftigt, die Wahlen in Nigeria Ende März zu verhindern. «Diese Wahl wird nicht ... mehr lesen
Abuja - Die nigerianische Armee hat nach eigenen Angaben einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Nordosten des Landes von der Terrormiliz Boko Haram zurückerobert. Mit Luftangriffen und einer Bodenoffensive sei die Kleinstadt Monguno am Montag aus den Klauen der Dschihadisten befreit worden. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Kano - Die islamische Terrormiliz ... mehr lesen
Bei Angriffen tötete Boko Haram mindestens 13'000 Menschen. Im Bild: Aufräumarbeiten nach einem Bombenanschlag in der Stadt Jos.
Nigeria beschloss mit seinen Nachbarländern mit einer regionalen Eingreifstruppe aus 8700 Soldaten gegen Boko Haram zu kämpfen.
Niamey - Nigers Parlament hat die ... mehr lesen
Kamerun...
hat, anders als Nigeria, eine militärische Elitetruppe, das Bataillon d'Intervention Rapide (BIR). Sie wurde vom Präsidenten Paul Biya gegründet um das "Coupeurs de Routes" Problem zu lösen. In Kamerun steht in Limbe die mehr oder weniger einzige funktionsfähige Raffinerie Westafrikas, die SONARA. Von da fuhren LKW mit Erdölprodukten in Länder wie die CAF oder in den Tschad. Diese wurden überfallen, gestohlen, die Fahrer ermordet. Das BIR hat das Problem sehr schnell und unbürokratisch gelöst. Der erste Kommandant des BIR war der israelische Oberst Avi Sirvan, der bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam. Auch die heutige Führung des BIR stammt komplett aus Israel. Am BIR wird sich Boko Haram die Zähne ausbeissen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene ... mehr lesen 1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen Kalten Krieg will er trotz mehr Präsenz im Osten vermeiden. mehr lesen   1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 15°C 32°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 18°C 34°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 16°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
Bern 15°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Luzern 16°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
Genf 17°C 33°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Lugano 22°C 33°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten