Nigerias Präsident kündigt Untersuchung an
publiziert: Samstag, 13. Mai 2006 / 17:24 Uhr

Lagos - Einen Tag nach der verheerenden Explosion an einer Pipeline in Nigeria mit bis zu 200 oder 300 Toten hat Staatspräsident Olusegun Obasanjo verstärkten Schutz für die Pipelines gefordert.

Der nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo will eine Untersuchung einleiten.
Der nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo will eine Untersuchung einleiten.
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Er kündigte eine Untersuchung an. Das nigerianische Radio sprach von Benzindieben, welche die Leitung angebohrt hatten. Unterdessen gingen in dem kleinen Fischerdorf Inagbe ausserhalb der Millionenstadt Lagos die Aufräumarbeiten weiter. Bereits am Freitagabend waren etwa 150 verkohlte Leichen in einem Massengrab am Strand bestattet worden.

«Es gibt noch mehr Leichen, wir müssen uns beeilen, weil sie ein Gesundheitsrisiko darstellen», sagte Polizeikommissar Emmanuel Adebayo.

Unterdessen versprühten Helfer Desinfektionsmittel. Einige Leichen waren durch die Druckwelle der Explosion in die Mangrovensümpfe geschleudert worden. Taucher waren im Einsatz, um Leichen aus dem Wasser zu bergen.

Keine offiziellen Opferzahlen

Zur Zahl der Opfer gab es weiterhin keine offiziellen Angaben. Ein Sprecher der Petroleumgesellschaft sprach von bis zu 300 Toten. Unter den Opfern sind auch zahlreiche Dorfbewohner, die von der angebohrten Pipeline ebenfalls hochentzündliches Benzin abzapfen wollten. Helfer fanden etwa 500 Kanister und Schläuche am Explosionsort.

Die Diebe hatten eine Leitung angebohrt, die hochentzündliches Benzin der staatlichen Petroleumgesellschaft aus einem Depot ausserhalb von Lagos in die Metropole transportierte.

Am Freitagmorgen war es zu einem gewaltigen Feuer gekommen, dessen Rauchsäule noch aus weiter Ferne zu sehen war. Es konnte erst nach mehreren Stunden gelöscht werden, wie das das nigerianische Rote Kreuz berichtete.

Das westafrikanische Land ist mit einer Produktion von etwa 2,5 Millionen Barrel am Tag der grösste Ölproduzent des Kontinents und ein wichtiger Lieferant der USA. Trotz der Öleinnahmen des Staates leben viele Einwohner in bitterer Armut. In den meisten Dörfern gibt es weder Strom noch sauberes Wasser.

(smw/sda)

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