Niggli-Luder Gesamtweltcup-Siegerin
publiziert: Sonntag, 24. Okt 2004 / 16:40 Uhr

Simone Niggli-Luder gewann beim Weltcup-Final in Dresden den Wettkampf in der Langdistanz überlegen. Somit hat sich die vierfache Weltmeisterin von Rapperswil/Jona 2003 auch den Gesamtweltcup zum zweiten Mal nach 2002 gesichert.

Simone Niggli-Luder in ihrem Element.
Simone Niggli-Luder in ihrem Element.
"Ich wollte diesen Lauf zum Abschluss unbedingt gewinnen, auch wenn dies für den Gesamtweltcup nicht mehr nötig gewesen wäre", erklärte die Bernerin. Sie untermauerte mit dem Erfolg ihre Nummer-1-Position, indem sie fünf von sechs Wertungsläufen gewann. "Meine Stärke ist die Ausgeglichenheit in den unterschiedlichsten Geländetypen", bilanzierte die 26-Jährige.

"An den WM zählt der Tag x, im Weltcup gibt die Form übers ganze Jahr den Ausschlag." Für den Weltcup 2004 kamen die drei besten Resultate der Europa- und Weltmeisterschaften sowie die Ergebnisse von Dresden in die Wertung. 2003 war keine Weltcup-Wertung geführt worden.

Im Schlusslauf vom Samstag in der "Sächsischen Schweiz" 40 Kilometer östlich von Dresden fühlte sich die Biologin physisch sehr gut und lief auch technisch nahezu fehlerfrei. Einzig bei Posten 18 verzeichnete sie einen Schnitzer, als sie auf der Karte kurzfristig auf Posten 19 las. Sie reagierte jedoch rasch und spielte in ihrer Lieblingsdisziplin einmal mehr ihre grosse Klasse aus.

Zwischen den vielen Sandsteintürmen im hügeligen Gelände nahm Niggli-Luder der zweitplatzierten Russin Tatjana Rjabkina, die sich auch im Gesamtweltcup den zweiten Rang sicherte, fast fünf Minuten ab. Die drittplatzierte Karin Schmalfeld (De) hatte bereits mehr als zehn Minuten Rückstand. Die Nordländerinnen bekundeten mit dem nichtskandinavischem Gelände grosse Mühe.

Niggli-Luder beschliesst somit erneut eine erfolgreiche internationale Saison. An den insgesamt neun Einzelläufen von EM, WM und Weltcup war sie nie schlechter als Sechste. "Ich war zwar nicht so erfolgreich wie 2003, doch davon konnte man ja auch nicht ausgehen." Mit zwei EM-Titeln, WM-Gold und dem Gesamtweltcup-Sieg fiel die Ausbeute gleichwohl zufriedenstellend aus.

Im November stehen noch vier Läufe der Park World Tour -- einer Serie von internationalen Sprint-Wettkämpfen -- in Japan und China auf dem Programm. Zudem wird Niggli-Luder mit dem Nationalkader zehn Tage in Japan trainieren. Dort werden nächsten August die WM ausgetragen werden.

Bei den Männern liefen die Schweizer ein ausgezeichnetes Rennen. Felix Bentz erreichte mit dem vierten Rang sein bestes internationales Ergebnis und Daniel Hubmann, der in Dresden im Sprint und über die Mitteldistanz zweimal Silber geholt hatte, bestätigte seine hervorragende Form mit einem fünften Platz. Matthias Müller (12.), Marc Lauenstein (15.), Christian Ott (16.) und Matthias Niggli (18.) rundeten das gute Teamergebnis ab.

Drei Podestplätze in den Staffeln

Auch in den Staffel-Wettbewerben setzten sich die Schweizer ausgezeichnet in Szene. Bei den Männern erreichten beide Teams einen Podestplatz -- Schweiz I mit Matthias Müller, Felix Bentz und Daniel Hubmann wurde Zweite, Schweiz II mit Christian Ott, Matthias Niggli sowie Marc Lauenstein belegte den 3. Rang.

Auch die einzige Frauen-Equipe schaffte in der Besetzung Käthi Widler, Brigitte Grüniger und Simone Niggli-Luder als Zweite den Sprung in die Medaillenplätze. Damit verbesserten sich die Schweizerinnen im Gesamtklassement vom 5. auf den 3. Rang.

Schweiz I verpasste den Sieg, der an Schweden ging, lediglich um 19 Sekunden. Nachdem Müller das Startstück als Achter beendet hatte, zeigte Bentz wie über die Langdistanz eine starke Leistung und rückte auf den 2. Platz vor. Hubmann überholte zwar noch den führenden Norweger, den mit ihm laufenden Schweden musste er allerdings ziehen lassen. Der für Schweiz II laufende Ott legte das erste Teilstück als Schnellster zurück.

Bei den Frauen richtete es wieder einmal Simone Niggli-Luder. Die Schweizer Sportlerin des vergangenen Jahres übernahm mit einem Rückstand von 5:48 als Siebente von Brigitte Grüniger. Im Ziel lagen die Schweizerinnen nur 27 Sekunden hinter Welt- und Europameister Schweden.

Niggli-Luder nahm der schwedischen Schlussläuferin Karolina A. Höjsgaard, die im September an den Weltmeisterschaften in Västeras mit zweimal Gold und einmal Silber erfolgreichste Athletin gewesen war, somit beinahe 5:30 Minuten ab. Käthi Widler hatte als Fünfte (1:39 zurück) an Grüniger übergeben.

(bert/Si)

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