Niggli-Luder erneut Topfavoritin
publiziert: Donnerstag, 28. Apr 2005 / 23:23 Uhr

Ab Freitag geht mit dem Weltcup in Guildford (Eng) die internationale OL-Saison richtig los. Grösste Hoffnungsträgerin im zwölfköpfigen Schweizer Team ist erneut Simone Niggli-Luder.

Niggli-Luder war zuletzt im Weltcup mit zwei Gesamterfolgen das Mass aller Dinge.
Niggli-Luder war zuletzt im Weltcup mit zwei Gesamterfolgen das Mass aller Dinge.
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Der Weltcup 2005 umfasst drei Veranstaltungen. Neben den Läufen in Südengland gelangen die Weltmeisterschaften in Japan (7. bis 14. August) und der Final-Event in Subiaco bei Rom (3. bis 8. Oktober) in die Wertung.

Insgesamt werden in den drei Disziplinen Sprint, Mittel- und Langdistanz je drei Wettkämpfe ausgetragen. Im Grundsatz gelangen die sieben besten Resultate in die Wertung. Fix gewertet allerdings der Langdistanz-Wettkampf von Subiaco sowie das zweitbeste Resultat des Weltcup-Finals. Somit werden vom Auftakt in Guildford und den WM maximal fünf Resultate berücksichtigt.

Das Mass aller Dinge

Niggli-Luder war zuletzt im Weltcup mit zwei Gesamterfolgen das Mass aller Dinge. Auch in diesem Jahr dürfte der Sieg über die 27-jährige Bernerin führen. Dass sich Niggli-Luder bereits in guter Form befindet, bewies sie mit Spitzenplätzen (1., 2. und 4.) in den ersten drei Wettbewerben der schwedischen Elitserien.

"Ich will technisch das Optimum herausholen und in allen fünf Rennen konstant durchlaufen", gab die sechsfache Weltmeisterin als Zielsetzung für Guildford an und fügte hinzu: "Natürlich möchte ich auch im Kampf um die Podestplätze mitreden." Letztere Aussage hätte sie gut auch weglassen können, denn aufgrund ihrer läuferischen Überlegenheit ist die Schweizer Sportlerin des Jahres 2003 bei einem guten Wettkampf automatisch ganz vorne anzufinden.

Die Schweizer reisten bereits gestern (Mittwoch) nach England, um noch trainieren zu können. Von daher sollte für Niggli-Luder die Umstellung vom schwedischen aufs britische Gelände keine Probleme darstellen, umso mehr, als dieses ähnlich wie jenes der Schweiz ist. "Ich bin noch nie in dieser Gegend gelaufen", sagte Niggli-Luder. Von den Karten her wisse sie aber, dass es sehr schnelle sowie auch fein detaillierte Bereiche gebe. Es sehe sehr interessant aus.

Neben den Einzelläufen hat für Niggli-Luder im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt in Japan auch der Teamwettbewerb eine hohe Bedeutung: "Da es vor den Weltmeisterschaften nicht viele internationale Staffeln gibt, müssen wir jede Chance nutzen, um Erfahrungen zu sammeln." Mit Niggli-Luder werden voraussichtlich die zweifache Weltmeisterin Vroni König-Salmi und die erst 22-jährige Lea Müller, Staffel-Weltmeisterin bei den Juniorinnen 2002, an den Start gehen.

König-Salmi will es nochmals wissen

Gespannt sein darf man auf den Auftritt von König-Salmi. Die 35-Jährige will es in ihrem wahrscheinlich letzten Jahr auf der internationalen Bühne nochmals wissen, nachdem sie 2004 nach der Geburt ihrer dritten Tochter im Februar nicht wie gewünscht auf Touren gekommen war. Ihre bisherigen Saisonresultate verheissen allerdings nichts Gutes, vor allem kartentechnisch wies sie noch einige Mängel auf. Seline Stalder (20) und Martina Fritschy (21) kommen zu ihren ersten Einsätzen im Weltcup.

Bei den Männern ruhen die Hoffnungen in erster Linie auf Daniel Hubmann (22) und Matthias Merz (21), den zwei Jüngsten der Equipe. Die beiden mehrfachen Junioren-Weltmeister bewiesen im vergangenen Jahr auch bei den Erwachsenen ihr unbestrittenes Potenzial: Merz belegte an den WM in Västeras zweimal den 8. Rang (Sprint, Mitteldistanz), Hubmann wurde im Sprint Neunter. Noch stärker trumpfte Letzterer beim Weltcup-Final im Oktober in Dresden auf, wo er sensationell dreimal die Silbermedaille gewann (Sprint, Mitteldistanz, Staffel).

In Guildford findet von Freitag bis Dienstag täglich ein Rennen statt. Nach der Qualifikation im Sprint folgen Staffel, Langdistanz, Sprint-Final und Mitteldistanz. "Für unsere jungen Teammitglieder bilden diese hoch stehenden Wettkämpfe ein ideales Übungsfeld", so Cheftrainer Kilian Imhof. Für die routinierteren Läufer sei es eine Standortbestimmung.

Weltcup-Saison 2005
Stationen. 29. April bis 3. Mai: Saisonauftakt in Guildford (Gb). -- 7. bis 14. August: WM in Japan. -- 3. bis 8. Oktober: Final in Subiaco bei Rom.

Programm von Guildford
Freitag, 29. April: Sprint, Qualifikation. -- Samstag, 30. April: Staffel. -- Sonntag, 1. Mai: Langdistanz. -- Montag, 2. Mai: Sprint, Final. -- Dienstag, 3. Mai: Mitteldistanz.

Schweizer Team
Männer: Daniel Hubmann (22, Eschlikon TG), Marc Lauenstein (24, Schüpfen), Matthias Merz (21, Beinwil am See), Matthias Müller (22, Oberwil-Lieli), Urs Müller (29, Sitterdorf), Christian Ott (24, Auenstein). Ersatz: Andreas Müller (24, Knonau).

Frauen: Martina Fritschy (21, Bern), Brigitte Grüniger (30, Teufenthal), Vroni König-Salmi (35, Kuusisto/Fi), Lea Müller (22, Bern), Simone Niggli-Luder (27, Münsingen), Seline Stalder (20, Malters). Ersatz: Angela Wild (24, Ennenda).

Gesamtweltcup 2004
Männer: 1. Holger Hott Johansen (No). 2. Andrej Chramow (Russ). 3. Öystein Kvaal Österbö (No). Ferner: 11. Hubmann. 19. Lauenstein. 25. Matthias Müller. 27. Ott. 34. Felix Bentz. 42. Merz. 46. Matthias Niggli.

Frauen: 1. Niggli-Luder. 2. Tatjana Rjabkina (Russ). 3. Karolina A. Höjsgaard (Sd). Ferner: 14. Käthi Widler. 20. Grüniger. 28. Sara Gemperle. 29. König-Salmi. 39. Lea Müller.

(von Sascha Fey/Si)

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