Nobelpreis für Gründerväter der Spin-Elektronik
publiziert: Dienstag, 9. Okt 2007 / 13:03 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Okt 2007 / 16:47 Uhr

Stockholm - Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den Deutschen Peter Grünberg und den Franzosen Albert Fert. Sie erhalten die Auszeichnung für einen Magneteffekt, ohne den heute keine Computer-Festplatte mehr auskommt.

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Der 68-jährige Grünberg und der 69-jährige Fert hatten das Phänomen namens Riesenmagnetowiderstand 1988 unabhängig voneinander entdeckt, wie die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mitteilte. Sie gelten als Gründerväter der Spin-Elektronik.

Das Ergebnis reiner Grundlagenforschung hat sich seither zu einem Milliardenmarkt entwickelt. Die damit möglich gewordenen Festplatten finden sich in handelsüblichen PCs, MP3-Spielern und digitalen Videorekordern.

Speicherkapazität erhöht

Damit Festplatten möglichst viele Daten speichern können, müssen ihre einzelnen magnetischen Bereiche möglichst klein sein. Damit werden die magnetischen Signale aber sehr schwach.

Dank der Arbeiten von Grünberg und Fert können die winzigen magnetischen Kräfte von der Festplatte wieder in den elektrischen Datenstrom übersetzt werden. Damit der Riesenmagnetowiderstand funktioniert, müssten Metallschichten mit einer Dicke von nur wenigen Atomen gefertigt werden, teilte die Akademie mit.

Erste Anwendung der Nanotechnik

Daher könne diese Technik als erste wirkliche Anwendung der Nanotechnik angesehen werden. Experten vergleichen das durch den Effekt ermöglichte Verfahren mit einem Jumbojet, der in einer Höhe von einem Meter über eine Wiese rast, während der Lesekopf wie ein Co-Pilot gezielt einzelne Blumen pflückt.

Der Nobelpreis ist die höchste Auszeichnung für Physiker. In diesem Jahr ist er mit umgerechnet 1,8 Millionen Franken (10 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert. Die feierliche Übergabe der Auszeichnungen findet traditionsgemäss am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

In Reihe mit Einstein

Der Nobelpreis für Physik ging bisher sechs Mal in die Schweiz, zum letzten Mal 1987 an Karl Alexander Müller. Der berühmteste Physik-Nobelpreisträger ist jedoch Albert Einstein, der die Auszeichnung 1921 erhielt.

(ht/sda)

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