Armee setzt nach Unfall Sprengungen aus
Noch ein Soldat in Lebensgefahr
publiziert: Donnerstag, 4. Aug 2011 / 15:24 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Aug 2011 / 19:47 Uhr

Walenstadt SG - Ein Armeeangehöriger, der am Mittwoch bei einem Sprengunfall in Walenstadt verletzt wurde, ist noch immer in Lebensgefahr. Der Zustand des Opfers sei stabil, sagte Martina Hugentobler, Sprecherin der Militärjustiz, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

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Die drei weiteren Unfallopfer sind ausser Lebensgefahr. Beim Unfall war eine Mischung aus 1,5 Kilogramm TNT und Plastit explodiert beim Versuch, eine Türe in einer Häuserkampfanlage zu sprengen. Wie es zur Explosion kam, wird von der Militärjustiz untersucht, wie Hugentobler der sda sagte. Der Unfall geschah in einem Erneuerungskurs zur Berechtigung für den Einsatz von Munition mit Sprengwirkung mit insgesamt acht Angehörigen des Berufsmilitärs. Vier Personen wurden mittelschwer bis schwer verletzt. Alle Verletzten waren Kursteilnehmer. Über das Alter der Betroffenen und die Art der Verletzungen machte Hugentobler aus Gründen des Opferschutzes keine Angaben. Es handelt sich um drei Männer und eine Frau. Eines der Opfer, das nur leicht verletzt worden war, konnte das Spital bereits wieder verlassen. Sprengungen ausgesetzt Die vorläufige Beweisaufnahme werde mehrere Wochen oder Monate dauern, sagte die Sprecherin. Weil ein technischer Defekt nicht ausgeschlossen werden kann, wurden aus Sicherheitsgründen sämtliche Sprengungen der Armee ausgesetzt. Diese Sofortmassnahme habe Divisionär Fritz Lier, stellvertretender Kommandant Heer, verfügt.

(dyn/sda)

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