Noch keine «fair hergestellten» Computer
publiziert: Dienstag, 20. Mai 2008 / 12:47 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 20. Mai 2008 / 19:05 Uhr

Zürich - Die Hilfswerke «Brot für alle» und «Fastenopfer» kritisieren die Computerhersteller: Noch immer seien keine fair produzierten Computer im Handel.

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In den Fabriken in Fernost werden gemäss den Hilfswerken «grundlegende Menschenrechte verletzt». Die grossen Computerfirmen setzten sich zuwenig für verbesserte Arbeitsbedingungen in den Zulieferfirmen ein, sagten Vertreter der Hilfswerke in Zürich vor den Medien. Gemäss Schätzungen der Hilfswerke würde ein fair hergestellter Computer bloss 50 Franken mehr kosten.

«Diese 50 Franken können den Angestellten in den Computerfabriken in China einen Existenz sichernden Lohn und geregelte Arbeitszeit gewährleisten», sagte Fastenopfer-Direktor Antonio Hautle.

Forderungen an das Beschaffungswesen

Wie CVP-Nationalrätin und Fastenopfer-Stiftungspräsidentin Lucrezia Meyer-Schatz ausführte, soll mit der bevorstehenden Vernehmlassung zur Revision des Gesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen erreicht werden, dass der Bund nur noch Produkte einkauft, die unter Einhaltung der Standards der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) produziert werden.

Einen solchen Weg hat die Stadt Genf bereits beschritten. Dort müssen die Anbieter bei öffentlichen Ausschreibungen ihre soziale Verantwortung deklarieren und ein Exemplar ihres Verhaltenskodexes zustellen. Falls Verletzungen der Minimalstandards nachgewiesen werden können, droht dem Hersteller eine Busse und ein Ausschluss vom Beschaffungswesen.

Fehlende Schutzmassnahmen

Die Hilfswerke hatten vor einem Jahr mit ihrer Kampagne «High Tech - No Rights?» die in der Schweiz marktführenden Computerfirmen HP, Dell, Apple, Fujitsu Siemens und Acer aufgefordert, ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen. Gemäss Chantal Peyer von «Brot für alle» hat sich seither die Situation in den Fabriken aber kaum verbessert.

Die Arbeiterinnen und Arbeiter würden ungenügend über ihre Rechte informiert. Sie arbeiteten zehn und mehr Stunden pro Tag und verfügten im Umgang mit hochgiftigen Substanzen über keine geeigneten Schutzmassnahmen.

Engagement bewertet

Gelobt wird von den Hilfswerken allerdings das Engagement von HP bei der Umsetzung ihres Verhaltenskodexes. Weniger weit gehende Engagements attestieren sie Dell und Apple. Schlechte Noten erhalten Fujitsu Siemens und Acer.

(ht/news.ch mit Agenturen)

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