Spendern sei Dank
Noch nie so viele Organe transplantiert
publiziert: Mittwoch, 20. Jan 2016 / 09:54 Uhr
Vor allem Nieren wurden transplantiert.
Vor allem Nieren wurden transplantiert.

Bern - Swisstransplant hat im Jahr 2015 so viele lebensrettende Organe zugeteilt wie nie zuvor: Über 550 Patienten haben dank einer Spende eine neue Lebensqualität erhalten. Nach wie vor stirbt aber mindestens eine Person pro Woche während des Wartens auf ein Organ.

2 Meldungen im Zusammenhang
Im Jahr 2015 konnten die Organe von 143 verstorbenen Personen zur Rettung oder Verbesserung eines Lebens verwendet werden. Dies sind 26 verstorbene Spender mehr als im Vorjahr, wie Swisstransplant in einer Mitteilung vom Mittwoch mitteilt.

Von besonderer Bedeutung sei dabei, dass die Anzahl von verstorbenen Spendern, deren Organe vor einem Herz-Kreislaufstillstand entnommen wurden, von 99 auf 127 gestiegen ist. Swisstransplant-Chef Franz Immer sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, dass der Anstieg dieser Spendergruppe europaweit fast einmalig sei. Diese Spender seien technisch besonders bedeutsam, da ihre Organe bis zur Transplantation durchblutet worden seien.

Weitere Gruppen von Spendern sind hirntote Spender, deren Herz-Kreislauf zum Stillstand gekommen ist sowie die Lebendspender, die beispielsweise lebend einen Teil der Leber oder eine Niere spenden.

Vor allem Niere und Leber transplantiert

Insgesamt erhielten 449 Patienten 471 Organe von Verstorbenen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von 17 Prozent (im Jahr 2014 waren es 404 Organe). Weitere 103 Patienten haben eine Organspende von lebenden Personen erhalten. Somit konnte die Lebensqualität von insgesamt 552 Patienten dank einer Organspende erhöht werden.

Fast drei Viertel der transplantierten Organe waren eine Niere (226) oder Leber (133). Beim restlichen Viertel handelte es sich um Lungen (52), Herzmuskeln (40) oder Bauchspeicheldrüsen (20). Der Anstieg an Patienten auf den Wartelisten konnte im Vergleich zu den letzten Jahren gebremst werden, teilt die Stiftung zudem mit. Demnach warteten Ende Jahr 1384 Patienten auf ein Organ, wobei der Bedarf an einer Niere nach wie vor mit Abstand am höchsten ist.

Dem Ziel einen Schritt näher gekommen

Keinen Effekt hatte die positive Entwicklung auf die Anzahl Personen, die während des Wartens auf ein Organ gestorben sind: die Zahl ist von 61 auf 65 Personen gestiegen. Nach wie vor sei daher eine anhaltende Erhöhung der Spenderzahlen nötig, um Patienten auf der Warteliste schneller zu einem Organ zu verhelfen, teilte Swisstransplant mit.

Seit 2013 arbeitet die Stiftung am mit Bund und Kantonen definierten Ziel, bis im Jahr 2018 auf 20 hirntote Spender pro Million Einwohner zu kommen. Mit der im vergangenen Jahr erreichten Kennzahl von 17,4 Spendern sei das Ziel etwas näher gerückt.

Die positive Entwicklung sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass das Thema im Klinikalltag an Bedeutung gewinne. Auch in der Bevölkerung sei Organspende kein Tabu mehr. Wichtig sei nach wie vor, dass jeder für sich entscheide, ob und welche Organe er spenden will und diesen Entscheid seinen Angehörigen bekannt gebe.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Laut einer Umfrage ist eine grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung bereit, Organe zu spenden. Das Problem: ... mehr lesen
Organspenden können Leben retten.
Ziel des Aktionsplans «Mehr Organe für Transplantationen» ist es, bis 2018 die Spenderate auf 20 Spenderinnen und Spender pro Million Einwohner zu erhöhen.
Bern - Fast 1400 Menschen warten in der Schweiz momentan auf ein lebensrettendes Organ. Mit dem vor zwei Jahren lancierten Aktionsplan wollen Bund und Kantone die Zahl der ... mehr lesen
Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
Hypnose und Hypnosetherapie in Baden / Aargau
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 16
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. 
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen ...  
Zika wird hauptsächlich durch Mückenstiche verbreitet.
Experten: Europa muss sich auf die Zika-Epidemie vorbereiten Kopenhagen - «Die Zeit ist nicht auf unserer Seite. Das Zika-Virus zeigt nicht nur sein ...
Das Zika-Virus kann auch bei Erwachsenen schwerwiegende neurologische Erkrankungen auslösen.
16 Personen in der Schweiz Zika-infiziert Bern - In der Schweiz sind seit Einführung der Meldepflicht Anfang März 16 Fälle von Infektionen mit dem ...
In 60 bis 80 Prozent der Fälle verläuft eine Infektion unbemerkt. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
Massagepraxis in Zürich-Oerlikon
Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 17°C 23°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 17°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 16°C 20°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig stark bewölkt, Regen
Bern 16°C 23°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 18°C 23°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig stark bewölkt, Regen
Genf 18°C 24°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 20°C 25°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten