Nord- und Südkorea verschieben Gipfel
publiziert: Samstag, 18. Aug 2007 / 14:45 Uhr

Seoul - Seoul - Ein historisches Gipfeltreffen zwischen Nord- und Südkorea ist von August auf Oktober verschoben worden. Grund sind die Überschwemmungen in Nordkorea.

Südkoreas Präsident Rho Moo Hyun und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il verschieben ihr Treffen.
Südkoreas Präsident Rho Moo Hyun und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il verschieben ihr Treffen.
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Beide Seiten hätten sich auf den 2. und 4. Oktober als neuen Termin für das zweite Gipfeltreffen in der Geschichte beider Länder geeinigt, teilte ein Sprecher des Präsidialamts in Seoul mit. Südkorea habe der Bitte Nordkoreas um eine Verlegung des Treffens auf Anfang Oktober noch am selben Tag entsprochen.

Pjöngjang habe versichert, dass sich seine Position hinsichtlich des geplanten Treffens der beiden Staatschefs nicht geändert habe. Ebenso hätten die Vereinbarungen bei den bisherigen Vorgesprächen weiter Bestand.

Schwierigkeiten bei Versorgung der Bevölkerung

Südkoreas Präsident Roh Moo Hyun sollte für die Gespräche mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il ursprünglich vom 28. bis zum 30. August nach Pjöngjang reisen.

Das völlig verarmte Nordkorea kämpft aber mit den Folgen katastrophaler Überschwemmungen und hat erstmals Schwierigkeiten bei der Versorgung seiner Bevölkerung eingeräumt. Nach den bisherigen Informationen kamen mindestens 220 Menschen ums Leben. Bis zu 300'000 sollen ihr Zuhause verloren haben.

Vom geplanten Gipfeltreffen erhofft sich Seoul unter anderem Fortschritte bei der Schaffung eines dauerhaften Friedens auf der geteilten Halbinsel. Es ist der zweite Gipfel seit der Teilung Koreas am Ende des Koreakrieges 1953.

Völkerrechtlich gesehen befinden sich die beiden Staaten immer noch im Kriegszustand. Zum ersten Mal hatten die Staatschefs der beiden Koreas sich im Jahr 2000 getroffen. Danach hatten sich die Beziehungen beider Länder spürbar verbessert.

(tri/sda)

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