Nordirischer Protestantenführer Trimble kommt der IRA entgegen
publiziert: Samstag, 18. Okt 2003 / 19:57 Uhr

Belfast/London - Im seit Monaten blockierten Friedensprozess für Nordirland ist der Protestantenführer David Trimble der IRA entgegengekommen.

Anders als bisher verlangt er von der katholischen Terrororganisation nun nicht mehr ihre sofortige und vollständige Entwaffnung als Bedingung für eine neue Zusammenarbeit mit ihrem politischen Flügel Sinn Fein.

Weder die britische Regierung noch die nordirischen Protestanten erwarteten, dass die IRA als Vorleistung gleich alle Waffen abgebe, sagte Trimble auf einem Parteitag seiner Ulster Unionist Party (UUP).

Allerdings müsse die IRA der Gewalt unmissverständlich abschwören. Wir warten ab, um zu sehen, ob diese abschliessenden Handlungen vollzogen werden, sagte Trimble. Die Republikaner (IRA- und Sinn-Fein-Mitglieder) wissen, was zu tun ist.

Trimbles parteiinterner Gegner Jeffrey Donaldson, der Sprecher der Hardliner, kritisierte die Äusserungen. Seine Rede war erbärmlich, sagte er. Es ist klar, dass er unsere Forderung nach einer Entwaffnung der IRA verwässert.

Der britische Premierminister Tony Blair und der irische Ministerpräsident Bertie Ahern haben in den vergangenen Wochen starken Druck auf die Konfliktparteien ausgeübt. Sie fordern von der IRA, dass sie ihren bewaffneten Kampf dauerhaft für beendet erklärt und die Abgabe ihres gesamten Waffenarsenals zusagt.

Im Gegenzug erwarten sie von Trimble, dass dieser in der nordirischen Regionalregierung wieder mit Sinn Fein zusammenarbeitet. Dann könnte Nordirland seine Autonomie zurückerhalten und ein neues Regionalparlament wählen. Zurzeit wird die Unruheprovinz wieder von London aus verwaltet.

(tr/sda)

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