Nordkongo: Waffenruhe für Krisenregion unterzeichnet
publiziert: Freitag, 16. Mai 2003 / 19:46 Uhr

Daressalam - Nach tagelangen schweren Kämpfen im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo haben die verfeindeten Volksgruppen einen Waffenstillstand vereinbart.

Bunia liegt auf 1200m Höhe an der Grenze zu Uganda.
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Die Chefs der fünf bewaffneten Milizen in der tansanischen Hauptstadt Daressalam untezeichneten das Abkommen unter Vermittlung des kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila. Die Waffenruhe solle um 23.00 Uhr MESZ in Kraft treten.

Sie sieht die Entmilitarisierung der umkämpften Provinzhauptstadt Bunia vor. Ausserdem sollen ausländische Truppen in die Region entsandt werden.

Angesichts der blutigen Kämpfe befürwortet der UNO-Sicherheitsrat die Aufstellung einer internationalen Eingreiftruppe. Jedoch konnte sich das Gremium bis zum Freitag nicht auf eine Resolution über die umgehende Entsendung von UNO-Truppen verständigen.

Bei den jüngsten Kämpfen in der Provinz Ituri zwischen den beiden verfeindeten Volksgruppen wurden innerhalb der vergangenen Woche mindestens 40 Menschen getötet. Die meisten Bewohner Bunias sind aus der Stadt geflohen.

Zuvor ist die Ermordung von zwei IKRK-Mitarbeitern in Bunia bekannt geworden. Die beiden Mitarbeiter waren klar als freiwillige Rotkreuzhelfer gekennzeichnet, wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf mitteilte.

(bert/sda)

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