Nordkorea feuert Rakete in Japanisches Meer ab
publiziert: Dienstag, 25. Feb 2003 / 08:38 Uhr

Seoul - Nordkorea hat nach südkoreanischen Militärangaben eine Rakete ins Japanische Meer abgefeuert. Daraufhin seien die südkoreanischen Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt worden, teilten Militärvertreter am Dienstag in Seoul mit.

Südkoreas Roh Moo Hyun.
Südkoreas Roh Moo Hyun.
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Damit hat kurz vor dem Amtsantritt des südkoreanischen Präsidenten Roh Moo Hyun Nordkorea Spannungen verursacht. Über Typ und Reichweite der Rakete sei zunächst nicht bekannt geworden. Es werde geprüft, ob es sich um eine neue Rakete oder einen Test handelte.

Im Jahr 1998 hatte Pjöngjang mit dem Abschuss einer Rakete über Japan international Besorgnis ausgelöst, anschliessend jedoch den Stopp von Raketentests erklärt.

Vergangenen Donnerstag war zum ersten Mal seit 20 Jahren ein nordkoreanischer Kampfjet in südkoreanischen Luftraum eingedrungen. Vor einer Woche drohte Nordkorea im Streit um sein Atomprogramm zudem mit dem Ausstieg aus dem Waffenstillstandsabkommen, das vor 50 Jahren den Koreakrieg beendete. Einen formalen Friedensvertrag zwischen Pjöngjang und Seoul gibt es bis heute nicht.

Nahe der Insel Yonpyong hatten sich Marine-Einheiten beider Länder im Sommer 2002 heftige Seegefechte geliefert. Die Nuklearkrise hatte im Oktober begonnen, als Nordkorea nach US-Angaben ein geheimes Plutoniumprogramm zugab. Im Januar stieg das stalinistisch regierte Land aus dem Atomwaffensperrvertrag aus.

Der frühere Menschenrechtsanwalt Roh Moo Hyun sollte am Dienstag sein Amt als neuer südkoreanischer Staatschef antreten. Die Nordkorea-Politik seines Vorgängers will er unter geändertem Namen fortsetzen. Kim Dae Jungs auf Annäherung gegenüber Pjöngjang ausgerichtete Sonnenscheinpolitik werde künftig in Politik des Friedens und Wohlstands umbenannt, kündigte Roh an.

(bert/sda)

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