Reaktion auf Raketentest
Nordkorea fordert Südkoreaner zum Verlassen von Kaesong auf
publiziert: Donnerstag, 11. Feb 2016 / 10:30 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 11. Feb 2016 / 14:31 Uhr

Seoul - Nordkorea hat alle Südkoreaner zum umgehenden Verlassen des gemeinsam betriebenen Industriekomplexes Kaesong aufgefordert. Alle südkoreanischen Arbeiter müssen das Gebiet sofort verlassen und dürfen nur ihre persönlichen Gegenstände mitnehmen.

7 Meldungen im Zusammenhang
Vermögen und Bestände südkoreanischer Firmen und Organisationen würden beschlagnahmt, darunter «Maschinen, Rohstoffe und Güter», zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag das Komitee für die Friedliche Wiedervereinigung von Korea.

Südkorea hatte am Mittwoch erklärt, dass es seine Aktivitäten in Kaesong einstelle - Seoul reagierte damit auf den jüngsten Raketentest des stalinistischen Nordens.

Nordkorea erklärte nun, der Süden werde einen «schmerzhaften Preis» dafür zahlen. Kaesong werde geschlossen und zur militärischen Zone erklärt. Ausserdem werde die militärische Kommunikation nach Seoul gekappt - für wie lange, blieb aber zunächst unklar.

Am Donnerstag wurden nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums die ersten Mitarbeiter von Kaesong abgezogen.

Wichtige Devisenquelle

Seoul will das nordkoreanische Regime von einer wichtigen Devisenquelle abschneiden. Der 2004 geöffnete Fabrikpark befindet sich in einer Sonderzone der grenznahen nordkoreanischen Stadt Kaesong. Dort arbeiten Tausende Nordkoreaner für 124 südkoreanische Unternehmen.

Pjöngjang hatte am Sonntag einen Satellitenstart zu friedlichen Zwecken verkündet und damit die internationale Gemeinschaft brüskiert, die vom verdeckten Test einer militärischen Langstreckenrakete ausgeht.

Als Reaktion verschärfte der US-Senat am Mittwochabend (Ortszeit) einstimmig bestehende Sanktionen gegen Nordkorea. Das Repräsentantenhaus muss noch seine Zustimmung geben. Unter anderem sollen Sanktionen nun auch im Falle von Cyberattacken und Menschenrechtsverletzungen greifen.

(cam/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Genf - Nordkorea will den UNO-Menschenrechtsrat boykottieren. Das Land werde nicht mehr an internationalen ... mehr lesen 1
Nordkoreas Aussenminister Ri Su Yong. (Archivbild)
Chinas Aussenminister Wang Yi.
Washington - Nach den jüngsten Provokationen Nordkoreas haben sich die USA und China im Ringen um eine neue Resolution ... mehr lesen
Seoul - Südkorea will sich nach dem nordkoreanischen Raketenstart aus dem von beiden Staaten betriebenen ... mehr lesen
An der Grenze zwischen Nord- und Südkorea sind weitere Lautsprecher aufgebaut worden. (Symbolbild)
Seoul - Als Reaktion auf einen Atomtest Nordkoreas hat Südkorea seine Propaganda-Beschallung an der Grenze ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Seoul - Vier Monate nach einem Abkommen über Entspannungsschritte haben Süd- und Nordkorea neue Gespräche aufgenommen. ... mehr lesen
Vertreter der Länder kamen am Freitag zusammen. (Symbolbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 19
Überschattet wird der Besuch von Ri Su Yong mit einem erneuten Raketentest von Nordkorea.(Archivbild)
Überschattet wird der Besuch von Ri Su Yong ...
Erster Besuch seit Atomwaffentest  Peking - Einer der wichtigsten Politiker Nordkoreas ist zu einem Besuch in China eingetroffen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, landete Ri Su Yong, ein stellvertretender Vorsitzender von Nordkoreas Arbeiterpartei, am Dienstag in Peking. mehr lesen 
Raketentest in Nordkorea fehlgeschlagen Seoul - Ein neuerlicher Raketentest Nordkoreas ist am frühen Dienstagmorgen nach südkoreanischen Angaben fehlgeschlagen. Die ...
Reaktion auf Verletzung der Grenze  Seoul - An der innerkoreanischen Grenze ist es erneut zu Spannungen gekommen. Die ... mehr lesen
Die Schiffe haben sich nach den Warnschüssen wieder ins nordkoreanische Gewässer zurückgezogen. (Symbolbild)
Auch Treffen mit Kim Jong Un kein Problem  New York - In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters hat der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald ... mehr lesen   1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Blödsinn! Das Schaf ist selbst daran Schuld, dass es vom Wolf gerissen wird, ... Mi, 01.06.16 00:50
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 15°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Basel 14°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 14°C 24°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
Bern 14°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 15°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen sonnig
Genf 15°C 27°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 19°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten