Nordkorea kündigt offiziell Atomtest an
publiziert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 13:21 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 19:08 Uhr

Pjöngjang - Nordkorea hat seinen ersten Atomtest angekündigt. Das Land sehe sich wegen der wachsenden Bedrohung durch die USA zu diesem Schritt gezwungen, teilte das Aussenministerium mit.

Ein genaues Datum wurde nicht genannt. Der Test solle «in der Zukunft» erfolgen, hiess es lediglich.
Ein genaues Datum wurde nicht genannt. Der Test solle «in der Zukunft» erfolgen, hiess es lediglich.
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Ein Zeitpunkt für den Test wurde nicht genannt. Nordkorea sprach in der Ankündigung des Atomtests von einer Selbstverteidigung gegen die Gefahr eines US-Atomschlages.

Die Wirtschaftssanktionen und der politische Druck der USA hätten eine ernste Lage heraufbeschworen und verletzten die Interessen und die Sicherheit Nordkoreas, erklärte das Aussenministerium über die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.

Nordkorea plane allerdings keinen atomaren Erstschlag und strebe weiter eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel an.

Die USA warnten

Die USA warnten Nordkorea, ein Atomtest führe das Land nur weiter in die Isolation. Die USA würden angemessen reagieren und mit ihren Partnern versuchen, dass Nordkorea von diesem Kurs abrücke, erklärte das Aussenministerium am Rande des Ägypten-Besuchs von Ministerin Condoleezza Rice. Ein Atomtest wäre eine Provokation. Ähnlich äusserte sich die britische Regierung.

Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, John Bolton, forderte ein Eingreifen des UNO-Sicherheitsrates. Japan nannte jeden Atomtest Nordkoreas inakzeptabel. Nordkorea müsse einsehen, dass es auf diese Weise den Konflikt nur weiter verschärfe, sagte Ministerpräsident Shinzo Abe.

Russland forderte eine diplomatische Lösung des Konflikts. Südkorea berief eine Dringlichkeitssitzung ranghoher Sicherheitsvertreter ein und erhöhte die Alarmbereitschaft. China reagierte zunächst nicht.

Der Streit um das nordkoreanische Atomprogramm schwelt seit Jahren. In mehreren Runden der Sechs-Parteien-Gespräche ist es bislang nicht gelungen, Nordkorea zum Einlenken und zum Verzicht auf sein Atomprogramm zu bewegen. Seit November liegen die Gespräche auf Eis.

(fest/sda)

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