Situation zwischen Süd- und Nordkorea
Nordkorea verkündet «Kriegszustand» mit Südkorea
publiziert: Samstag, 30. Mrz 2013 / 08:23 Uhr
Die jüngsten Kriegsdrohungen Nordkoreas haben eine neue Eskalationsstufe erreicht.
Die jüngsten Kriegsdrohungen Nordkoreas haben eine neue Eskalationsstufe erreicht.

Seoul - Die jüngsten Kriegsdrohungen Nordkoreas haben eine neue Eskalationsstufe erreicht. Das Regime in Pjöngjang erklärte am Samstag, das Land sei in den Kriegszustand mit Südkorea eingetreten.

11 Meldungen im Zusammenhang
Jede Angelegenheit zwischen beiden Staaten würden ab sofort entsprechend behandelt, hiess es in der von den Staatsmedien verbreiteten gemeinsamen Erklärung der Regierung, der herrschenden Arbeiterpartei und anderer Organisationen.

Von einem Angriffsbefehl wurde zunächst nichts bekannt. Das nordkoreanische Militär warte die Befehle von Machthaber Kim Jong Un ab, hiess es. Kims «wichtige Entscheidung» sei ein Ultimatum gegen feindliche Kräfte.

Beide Länder befinden sich seit dem Ende des Korea-Kriegs von 1950 bis 1953 völkerrechtlich ohnehin noch immer im Kriegszustand. Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht geschlossen.

Die Situation, in der auf der koreanischen Halbinsel weder Frieden noch Krieg herrsche, sei vorüber, hiess es in Pjöngjang. Jede Provokation in der Nähe der Landes- und Seegrenze mit Südkorea würde in einen «umfassenden Konflikt und einen Atomkrieg» münden.

Erneut wurden auch die direkten Drohungen gegen die USA bekräftigt. Als mögliche Ziele wurden das Festland der USA, Hawaii und Guam sowie die in Südkorea stationierten US-Truppen genannt.

USA zurückhaltend

Die USA reagierten zurückhaltend. «Wir haben die Berichte über eine neue und unkonstruktive Erklärung aus Nordkorea zur Kenntnis genommen», sagte Caitlin Hayden, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, am Freitag (Ortszeit) in Washington. «Wir nehmen diese Drohungen ernst und bleiben in engem Kontakt mit unseren südkoreanischen Verbündeten.»

Hayden verwies darauf, dass Nordkorea eine «lange Geschichte der Kriegsrhetorik und Drohungen» habe. «Die heutige Ankündigung folgt diesem bekannten Muster.»

Situation zunehmend angespannt

Die Spannungen auf der Halbinsel hatten sich seit dem dritten nordkoreanischen Atomtest im Februar deutlich verschärft. Der UNO-Sicherheitsrat hatte die Sanktionen gegen Pjöngjang ausgeweitet.

Am Freitag hatte Nordkoreas Machthaber nach Berichten der staatlichen Medien per Befehl die strategischen Raketen des Landes für mögliche Angriffe in Bereitschaftsstellung versetzt. Der Befehl wurde als Reaktion auf Übungsflüge zweier Tarnkappenbomber der US-Luftwaffe über Südkorea verstanden.

Nordkorea unterstellt beiden Ländern, durch ihre jährlichen gemeinsamen Militärübungen einen Atomkrieg vorzubereiten. Trotz der jüngsten Drohung liess Nordkorea nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul auch am Samstag wieder südkoreanische Pendler einreisen.

Tag für Tag, ausser sonntags, kommen Hunderte Südkoreaner in den gemeinsame Industriepark in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong. Der Industriekomplex ist eine wichtige Deviseneinnahmequelle für das verarmte, aber hochgerüstete Nordkorea.

(ga/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Seoul - Nordkorea hat nach Einschätzung des südkoreanischen Militärs die ... mehr lesen
Arbeiter Nordkoreas bleiben Sonderwirtschaftszone mit Südkorea fern.
Die USS Decatur soll die Raketenabwehr der Region stärken.
Washington - Die USA reagieren mit ... mehr lesen
Pjöngjang - Nordkorea heizt den Konflikt um sein Atomwaffenprogramm weiter an. ... mehr lesen
Nordkorea kündigte an, seinen vor mehreren Jahren abgeschalteten Atomreaktor von Yongbyon wieder in Betrieb zu nehmen.
Kampfjets vom Typ F-22 Raptor flogen nach Südkorea. (Archivbild)
Washington - Die Sorge vor einer militärischen Eskalation auf der koreanischen Halbinsel wächst. Nachdem Nordkorea den Kriegszustand ausgerufen hat, kündigt der Süden für den Fall von ... mehr lesen
Seoul - Nordkorea steuert weiter auf Konfrontationskurs gegen die USA und den Rest der Welt. Der kommunistische Staat will sein Arsenal an Atomwaffen vergrössern und parallel dazu auch seine marode Wirtschaft auf Vordermann bringen. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Pjöngjang - Das nordkoreanische ... mehr lesen
Kein Problem bei den Abläufen im Kaesong Komplex. (Symbolbild)
Seoul - Der Betrieb im gemeinsam von Nordkorea und Südkorea betriebenen Industriekomplex Kaesong ist am Sonntag trotz der Drohungen aus Pjöngjang normal angelaufen. Es gebe ... mehr lesen
Seoul - Die USA haben ihre Kritik an ... mehr lesen
Die USA habe ihre Kritik an den Kriegsdrohungen Nordkoreas bekräftigt, hiess es vom Weissen Haus.
Die Regierung in Pjöngjang erklärte das Waffenstillstandsabkommen mit dem Süden für nichtig, das den Korea-Krieg von 1950 bis 1953 beendete.
Seoul - Nach der Entsendung von ... mehr lesen 1
Seoul - Die Führung Nordkoreas hat nach offiziellen Angaben nunmehr auch den militärischen «heissen Draht» zum Süden gekappt. «Ab sofort sind alle militärischen Kommunikationswege zwischen Nord und Süd unterbrochen», berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. mehr lesen 
Seoul - Nordkorea hat mit Angriffen ... mehr lesen
Nordkorea hat mit Angriffen auf Militäranlagen der USA auf dem amerikanischen Festland sowie auf den Pazifik-Inseln Guam und Hawaii gedroht. (Archivbild)
Wie lange noch...
müssen wir solche "failed Nations" auf der Weltkarte dulden?

Spätestens bis Offenbarung 1,7
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Überschattet wird der Besuch von Ri Su Yong mit einem erneuten Raketentest von Nordkorea.(Archivbild)
Überschattet wird der Besuch von Ri Su Yong ...
Erster Besuch seit Atomwaffentest  Peking - Einer der wichtigsten Politiker Nordkoreas ist zu einem Besuch in China eingetroffen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, landete Ri Su Yong, ein stellvertretender Vorsitzender von Nordkoreas Arbeiterpartei, am Dienstag in Peking. mehr lesen 
Bereits mehrere Tests durchgeführt  Seoul - Ein neuerlicher Raketentest Nordkoreas ist am frühen Dienstagmorgen nach südkoreanischen Angaben fehlgeschlagen. Die Nachrichtenagentur Yonhap meldete, offenbar sei eine Mittelstreckenrakete des Typs Musudan abgefeuert worden. mehr lesen  
Reaktion auf Verletzung der Grenze  Seoul - An der innerkoreanischen Grenze ist es erneut zu Spannungen gekommen. Die südkoreanische Marine feuerte nach der Verletzung der Grenze aus Nordkorea am Freitagmorgen Warnschüsse ab. mehr lesen  
Auch Treffen mit Kim Jong Un kein Problem  New York - In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters hat der republikanische ... mehr lesen   1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 2°C 3°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Schneeregenschauer
Basel 1°C 3°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
St. Gallen 2°C 2°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, wenig Schnee
Bern 1°C 2°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer Schneeregenschauer
Luzern 3°C 4°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Schneeregenschauer
Genf 0°C 4°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, aber kaum Regen
Lugano 6°C 7°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten