Nordkorea will Atomgespräche fortsetzen
publiziert: Dienstag, 14. Sep 2004 / 07:18 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 14. Sep 2004 / 09:22 Uhr

Peking - Nordkorea will weiter an den Sechser-Gesprächen über ein Ende seines Atomwaffenprogramms teilnehmen. Den Termin hält das kommunistische Land aber noch offen.

Die Massenvernichtungswaffen sollten versiegelt und vernichtet werden.
Die Massenvernichtungswaffen sollten versiegelt und vernichtet werden.
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Nach der Rückkehr von viertägigen Gesprächen in Pjöngjang sagte der britische Aussenstaatssekretär Bill Rammel vor Journalisten in Peking, er habe Nordkorea gedrängt, dem Beispiel Libyens zu folgen.

Das nordafrikanische Land hatte seine Massenvernichtungsprogramm offen gelegt und aufgegeben. Seine Gesprächspartner hätten das Beispiel Libyens als nicht mit Nordkorea vergleichbar bezeichnet.

Sie sind dem Prozess der Sechser-Gespräche weiter verbunden, aber haben sich nicht auf einen Termin festgelegt, sagte Rammell. Ein Faktor sei offenbar die US-Präsidentenwahl. Auch seien ungünstige Entwicklungen seit der letzten Runde genannt worden. Verschiedene Leute gaben mir unterschiedliche Gründe.

Nordkorea habe auch Südkoreas Atomexperimente angesprochen, sagte Rammell. Die Enthüllung dürfe Nordkorea allerdings nicht als Vorwand dienen, nicht zu den Verhandlungen zurückzukehren. Die Experimente seien unbedeutend gewesen und von der Regierung in Seoul nicht unterstützt worden.

Diplomaten-Besuch bei mysteriösen Explosion

Zu der mysteriösen Explosion in Nordkorea, die weltweit Sorgen ausgelöst hatte und am Montag offiziell mit der Sprengung eines Berges erklärt worden war, sagte Rammell, der britische Botschafter werde einen Besuch ausländischer Diplomaten organisieren.

Der Staatssekretär zitierte Nordkoreas Aussenminister Paek Nam Sun: "Es war kein Unfall, es war keine nukleare Explosion, sondern in Wirklichkeit eine absichtliche Sprengung eines Berges als Teil eines Wasserkraftprojektes."

Die Explosion mit einem Rauchpilz hatte sich am vergangenen Donnerstag, dem nordkoreanischen Nationalfeiertag, in der Provinz Ryanggang nahe der Grenze zu China ereignet. Es gab Spekulationen über einen Unfall in einer unterirdischen Militäreinrichtung oder sogar über einen Atomtest, wovon die USA und Südkorea aber nicht ausgehen.

Um die vierte Runde der Sechser-Gespräche wie vereinbart noch vor Ende des Monats in Peking abzuhalten, laufen derzeit eine Fülle diplomatischer Aktivitäten. An den Gesprächen nehmen ausser Nordkorea und China die USA, Japan, Südkorea und Russland teil.

(rr/sda)

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