Nordkorea will Verpflichtungen erfüllen
publiziert: Mittwoch, 7. Mrz 2007 / 07:33 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 7. Mrz 2007 / 21:33 Uhr

New York - Mit vorsichtigem Optimismus haben die USA und Nordkorea ihre erste Gesprächsrunde zur Entspannung ihrer Beziehung abgeschlossen. Weniger harmonisch verlief zuvor der Auftakt der bilateralen Gespräche zwischen Nordkorea und Japan.

Christopher Hill: Schritt für Schritt zum Ziel.
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US-Unterhändler Christopher Hill sprach nach den Treffen mit dem nordkoreanischen Unterhändler Kim Kye Gwan von «einem optimistischen Gefühl auf beiden Seiten.»

Zugleich machte er klar, dass die USA auf der Erfüllung der Zusagen Nordkoreas vom 13. Februar bestünden.

Diese sehen vor, dass Nordkorea binnen 60 Tagen seinen Atomreaktor Yongbyon still legt. Danach wird laut Hill eine «schwierige Phase» eintreten, wenn Yongbyon langfristig ausser Gefecht gesetzt werden soll.

Interesse an Beziehungen

Nordkorea sei vermutlich an der schnellen Aufnahme von diplomatischen Beziehungen interessiert, sagte Hill weiter. Dies sei aber eng mit der Frage der atomaren Abrüstung verknüpft. Die Gespräche zwischen Kim und Hill waren das höchstrangige bilaterale Treffen von Vertretern beider Seiten seit Oktober 2000.

Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA), Mohammed el Baradei, kündigte in Wien an, er werde am 13. März auf Einladung Nordkoreas nach Pjöngjang fliegen, um die Bedingungen für die Wiederaufnahme der IAEA-Inspektionen im Lande zu klären.

Umstrittene Entführungen

In der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi waren zuvor die Gespräche zwischen Nordkorea und Japan kurz nach ihrem Auftakt in schweres Fahrwasser geraten. Die Japaner sprachen ihre in den 70er und 80er Jahren nach Nordkorea entführten Staatsbürger an, wie ein japanischer Delegationssprecher mitteilte.

Daraufhin brach die nordkoreanische Delegation das Treffen zunächst ab. Danach sei allerdings vereinbart worden, die Unterredungen am frühen Donnerstagmorgen (MEZ) wiederaufzunehmen.

Das Thema der Entführungen steht in Japan im Mittelpunkt einer emotionalen Debatte, in die sich auch Ministerpräsident Shinzo Abe regelmässig mit Nordkorea-kritischen Äusserungen einschaltet.

(bert/sda)

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