Nordkorea will mit USA sprechen
publiziert: Donnerstag, 1. Jun 2006 / 14:30 Uhr

Seoul - Nordkorea will ausserhalb der festgefahrenen Sechs-Länder- Verhandlungen über sein umstrittenes Atomprogramm direkt mit den USA sprechen.

Christopher Hill wurde nach Nordkorea eingeladen.
Christopher Hill wurde nach Nordkorea eingeladen.
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Dafür lud das nordkoreanische Aussenministerium den US- Chefunterhändler ein.

Christopher Hill, US-Unterhändler soll zur Erläuterung der Position Washingtons nach Pjöngjang kommen, hiess es in der nordkoreanischen Hauptstadt.

Die USA müssten jedoch zeigen, dass sie zur Realisierung des bereits getroffenen Abkommens vom vergangenen Jahr über eine Beilegung des Streits entschlossen seien, wurde ein Ministeriumssprecher von der amtlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zitiert.

Nie eine Lösung finden

«Die USA werden niemals eine Lösung des Problems finden, wenn sie sich weiter weigern, mit ihrem Dialogpartner zusammenzusitzen», hiess es in dem von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap übermittelten KCNA-Bericht.

Nordkorea weigert sich seit mehr als einem halben Jahr, zu den Sechser-Gesprächen zurückzukehren.

Es verlangt von den USA, zunächst bestehende Finanzsanktionen aufzuheben. Das stalinistische Land hatte im September grundsätzlich den Abbau bestehender Atomprogramme im Gegenzug für Wirtschaftshilfen und Sicherheitsgarantien zugesagt.

Aus für Leichtwasserreaktoren

Ein internationales Konsortium unter der Führung der USA, der EU, Südkoreas und Japans hatte gestern Abend in New York das endgültige Aus für das Projekt zum Bau zweier Leichtwasserreaktoren in Nordkorea bekanntgegeben.

Zur Begründung gab KEDO (Organisation zur Energieentwicklung auf der koreanischen Halbinsel) an, Pjöngjang habe seine Verpflichtungen nach dem 1994 mit Washington geschlossenen Abkommen nicht eingehalten. Nach dieser Vereinbarung war Nordkorea gebunden, sein Atomprogramm einzufrieren.

Im Jahr 2002 hatten die USA Nordkorea jedoch beschuldigt, heimlich Atomwaffen zu entwickeln. Danach stellten sie ihre Öllieferungen ein.

(rr/sda)

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