Nordkorea will noch 2007 alle Anlagen herunterfahren
publiziert: Mittwoch, 18. Jul 2007 / 16:49 Uhr

Peking - Die Verhandlungen über eine Beendigung des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms scheinen voranzukommen. Nach südkoreanischen Angaben ist Nordkorea bereit, seine umstrittenen Atomanlagen innerhalb eines halben Jahres unbrauchbar zu machen.

Südkoreas Unterhändler Chun Yung Woo traf seinen nordkoreanischen Kollegen.
Südkoreas Unterhändler Chun Yung Woo traf seinen nordkoreanischen Kollegen.
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Nach fünf Monaten Unterbrechung waren die Unterhändler Nordkoreas, der USA, Chinas, Südkoreas, Japans und Russlands im chinesischen Staatsgästehaus zu einer zweitägigen Gesprächsrunde zusammengekommen. Südkoreas Unterhändler Chun Yung Woo berichtete, sein nordkoreanischer Kollege Kim Kye Gwan habe bei einem bilateralen Treffen die Bereitschaft geäussert, sämtliche Atomeinrichtungen innerhalb von «fünf oder sechs Monaten oder sogar bis Jahresende» offen zu legen und unbrauchbar zu machen.

In dem Treffen aller Delegationen habe der Unterhändler diese Absicht zwar nicht wiederholt, doch erwartet Südkoreas Unterhändler keinerlei Streit darüber. Nordkorea sei verpflichtet, sämtliche Nuklearanlagen und auch alle Atomwaffen zu offenzulegen, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.

Fünf Anlagen geschlossen

Nordkorea schloss seit dem Wochenende wie vereinbart seine fünf umstrittenen Atomeinrichtungen in Yongbyon. Dazu gehören ausser dem Fünf-Megawatt-Atomreaktor eine Brennstäbe-Fabrik, ein radiochemisches Labor und zwei im Bau befindliche Reaktoren.

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohammed el Baradei, sprach bei einem Besuch in Kuala Lumpur von einem «sehr guten Schritt, allerdings dem allerersten Schritt in einem langwierigen Verfahren».

Chinesischer Zeitplan

Zum Abschluss der neuen Runde der Sechs-Parteien-Gesprächen an diesem Donnerstag in Peking wird Gastgeber China einen Zeitplan für die nächste Phase zur Beseitigung des Atomwaffenprogramms vorlegen, wie der US-Unterhändler Christopher Hill nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo sagte.

(ht/sda)

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