Nordkoreas Einladung ausgeschlagen
publiziert: Freitag, 2. Jun 2006 / 08:28 Uhr

Seoul - Die US-Regierung hat die jüngste Einladung Nordkoreas zu direkten, bilateralen Gesprächen über sein umstrittenes Atomwaffenprogramm zurückgewiesen.

Kim Jong Il, der Staatschef Südkoreas.
Kim Jong Il, der Staatschef Südkoreas.
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«Die USA werden sich nicht auf bilaterale Verhandlungen einlassen», sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Tony Snow, am Donnerstag in Washington. Er rief die Regierung in Pjöngjang zugleich dazu auf, zu den Sechs-Länder- Gesprächen über das Programm zurückzukehren.

Nordkorea hatte den Verhandlungstisch, an dem neben den USA auch Russland, China, Japan und Südkorea vertreten sind, im September verlassen. Zuvor hatte das Land grundsätzlich den Abbau bestehender Atomprogramme im Gegenzug für Wirtschaftshilfen und Sicherheitsgarantien zugesagt.

Atomgespräche

Als Bedingung für eine Rückkehr an den Sechser-Tisch fordert Pjöngjang, dass die USA bestehende Finanzsanktionen aufheben. Das nordkoreanische Aussenministerium hatte am Donnerstag den US- Chefunterhändler für die Atomgespräche, Christopher Hill, zur Erläuterung der Washingtoner Position nach Pjöngjang eingeladen.

Die USA müssten jedoch zeigen, dass sie zur Realisierung des bereits getroffenen Abkommens vom vergangenen Jahr über eine Beilegung des Streits entschlossen seien, wurde ein Ministeriumssprecher von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA zitiert.

Endgültiges Aus

Ein internationales Konsortium unter der Führung der USA, der EU, Südkoreas und Japans hatte am Mittwochabend in New York das endgültige Aus für das Projekt zum Bau zweier Leichtwasserreaktoren in Nordkorea bekannt gegeben.

Zur Begründung gab die KEDO (Organisation zur Energieentwicklung auf der koreanischen Halbinsel) an, Pjöngjang habe seine Verpflichtungen nach dem 1994 mit Washington geschlossenen Abkommen nicht eingehalten. Nach dieser Vereinbarung war Nordkorea verpflichtet, sein Atomprogramm einzufrieren.

(bsk/sda)

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