Nordwestschweiz will Geld für öffentlichen Verkehr
publiziert: Dienstag, 5. Jun 2007 / 21:34 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 5. Jun 2007 / 23:06 Uhr

Bern - Sechs Kantone der Nordwestschweiz fordern mehr Bundesgeld für den öffentlichen Verkehr. Für Bern, Solothurn, Basel Stadt, Basel-Land, Aargau und den Jura ist der Gesetzesentwurf zur zukünftigen Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEB) ungenügend.

Der Ausbau der Strecke Olten-Aarau auf vier Spuren wird gefordert.
Der Ausbau der Strecke Olten-Aarau auf vier Spuren wird gefordert.
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Das Papier berücksichtige national bedeutende Bahnprojekte wie etwa den Wisenbergtunnel nicht, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der sechs Kantone. Deren Vertreter trafen sich am Abend zu einer Podiumsveranstaltung zum Thema ZEB.

Die dringend notwendige Finanzierung der Infrastrukturausbauten müsse über die ZEB hinaus erfolgen, wobei auch alternative Finanzierungsquellen geprüft werden sollten, heisst es weiter. Die gute Verkehrserschliessung der Region Nordwestschweiz sei elementar.

Die sechs Kantone legen zudem ein Positionspapier vor «mit den strategisch wichtigen und vom Bund mitzufinanzierenden Verkehrsvorhaben». Darunter finden sich die Knoten Bern, Basel und Zürich sowie die Anbindung an die Westschweiz und damit der doppelspurige Ausbau am Bielersee.

Planungsstopp bei Bahn 2000 aufheben

Einstimmig hat der Grosse Rat des Kantons Aargau heute zudem eine Standesinitiative beschlossen, die den Bau des SBB-Wisenbergtunnels zwischen Liestal BL und Olten SO sowie einen Ausbau der Strecke Olten-Aarau auf vier Spuren fordert.

Damit will der Aargau den Planungsstopp bei der Bahn 2000 aufheben. Wegen Geldknappheit war der Tunnel aus dem Konzept ZEB gestrichen worden. Die Kosten für den Wisenbergtunnel werden auf 2 Milliarden Franken geschätzt.

(smw/sda)

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