Norwegens Schafe strahlen radioaktiv
publiziert: Mittwoch, 25. Okt 2006 / 20:49 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 25. Okt 2006 / 21:05 Uhr

London - Norwegische Schafe haben auch 20 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl noch immer erhöhte Strahlenwerte im Körper.

Pilze nehmen mehr Radioaktivität aus dem Boden auf als Gras oder andere Pflanzen.
Pilze nehmen mehr Radioaktivität aus dem Boden auf als Gras oder andere Pflanzen.
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Das berichtet die britische Fachzeitschrift «New Scientist» unter Berufung auf die norwegische Strahlenschutzbehörde.

In diesem Jahr habe sich die radioaktive Belastung mit Caesium-137 auf bis zu 7000 Becquerel pro Kilogramm Schaffleisch im Vergleich zu den Vorjahren verdoppelt. Ursache sei eine besonders ergiebige Pilzsaison.

Niemand habe erwartet, dass die Kontamination noch 20 Jahre nach dem Ereignis so hoch sein könnte, sagte Per Strand von der Strahlenschutzbehörde gegenüber dem Magazin. Das Schlachten der Tiere soll nun strikter kontrolliert werden.

Radioaktive Pilze

Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass Pilze mehr Radioaktivität aus dem Boden aufnehmen als Gras oder andere Pflanzen. Begünstigt durch feuchtes Wetter haben sich die Pilze in Norwegen in diesem Jahr besonders üppig entwickelt, so dass die Schafe mehr davon frassen als gewöhnlich.

Es gebe in den Bergen Norwegens noch 36 Regionen, in denen die Strahlenbelastung durch Tschernobyl immer noch eine stärkere Kontrolle der Schafe verlange, schreibt der «New Scientist».

Behandlung mit unbelastetem Futter

Die Züchter senkten die Radioaktivität des Schaffleischs gewöhnlich dadurch, dass sie den Tieren einen Monat vor dem Schlachttermin unbelastetes Futter geben.

In diesem Jahr müssten einige Schafzüchter die doppelte Zeit einplanen, um den Anteil von Caesium-137 im Fleisch unter die norwegische Sicherheitsgrenze von 600 Becquerel pro Kilogramm zu drücken.

Im April 1986 war der Reaktor in dem ukrainischen Kraftwerk Tschernobyl explodiert und hatte eine hohe Menge von Radioaktivität freigesetzt. Noch heute gibt es ein Sperrgebiet um den zerstörten Meiler.

(bert/sda)

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