Nur Miller verhinderte Zurbriggen-Sieg
publiziert: Montag, 13. Dez 2004 / 19:15 Uhr / aktualisiert: Montag, 13. Dez 2004 / 19:42 Uhr

Silvan Zurbriggen hat sich im Weltcup-Slalom in Sestriere nur von Bode Miller bezwingen lassen. Der Walliser fuhr mit Laufbestzeit vom 10. auf den fantastischen 2. Platz vor und sicherte sich seinen ersten Podestplatz im Weltcup.

Silvan Zurbriggen ging im Zweiten Lauf volles Risiko.
Silvan Zurbriggen ging im Zweiten Lauf volles Risiko.
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Auf den enttäuschenden 20. Rang vor acht Tagen in Beaver Creek (USA) hat Silvan Zurbriggen im Stile eines Champions reagiert. Der Walliser fuhr im zweiten Durchgang vor allem im unteren Teil entfesselt und war in diesem Abschnitt sogar zwei Zehntel schneller als Bode Miller.

Zurbriggen, der im Weltcup den 5. Platz vom vergangenen Januar in Kitzbühel als Slalom-Bestergebnis ausgewiesen hatte, sorgte auch für den ersten Podestplatz des Schweizer Teams in diesem Winter - und bestätigte damit endgültig auch seinen 2. Rang an der WM 2003 in St. Moritz.

Der zuvor letzte Schweizer, der es im Slalom im Weltcup unter die ersten drei gebracht hatte, war Didier Plaschy, der vor fünf Jahren in Kranjska Gora seinen zweiten Sieg gefeiert hatte.

Aus dem Schweizer Quartett schaffte neben Zurbriggen keiner den Sprung in den zweiten Durchgang. Daniel Albrecht (39.), der am vorletzten Sonntag in Beaver Creek (USA) mit der Startnummer 59 in den 14. Rang vorgefahren war, verpasste die Qualifikation um 26 Hundertstel.

Urs Imboden (52.) scheiterte deutlich, Marc Gini schied in seinem ersten Weltcup-Einsatz in diesem Winter aus.

Bode Miller deklassiert Konkurrenz

Im ersten Slalom des WM-Winters in Beaver Creek (USA) war Bode Miller nur wenige Tore weit gekommen, nun zeigte er sich aber auch in der vierten Disziplin wieder auf der Höhe und distanzierte die Konkurrenz um mindestens 1,27 Sekunden.

Hinter Silvan Zurbriggen belegte Kalle Palander Platz 3. Benjamin Raich, der Sieger des Slaloms in Beaver Creek, belegte als bester Österreicher Platz 4.

Miller hat nach seinem fünften Slalom-Erfolg einen weiteren Eintrag in den Geschichtsbüchern des Weltcups auf sicher. Für Siege in Abfahrt, Super-G, Riesenslalom und Slalom benötigte er nur gerade 16 Tage und siegte damit in einer so kurzen Zeitspanne wie nie jemand zuvor.

Die Österreicherin Petra Kronberger benötigte dafür im Dezember 1990 21 Tage, der Luxemburger Marc Girardelli brauchte in der Saison 88/89 72 Tage.

Das Schlussklassement:
1. Bode Miller (USA) 1:39,03. 2. Silvan Zurbriggen (Sz) 1,27 zurück. 3. Kalle Palander (Fi) 1,41. 4. Benjamin Raich (Ö) 2,31. 5. Akira Sasaki (Jap) 2,32. 6. Tom Rothrock (USA) 2,50. 7. Manfred Pranger (Ö) 2,53. 8. Manfred Mölgg (It) 2,64. 9. Rainer Schönfelder (Ö) 2,75. 10. Johan Brolenius (Sd) 2,80. 11. Kentaro Minagawa (Jap) 2,90. 12. Alois Vogl (De) 2,98. 13. Thomas Grandi (Ka) 3,04. 14. Andre Myhrer (Sd) 3,11. 15. Kurt Engl (Ö) 3,12. 16. Michael Janyk (Ka) 3,15. 17. Jean-Pierre Vidal (Fr) 3,20. 18. Hans-Petter Buraas (No) 3,38. 19. Drago Grubelnik (Sln) und Martin Marinac (Ö) 3,68. 21. Naoki Yuasa (Jap) 3,74. 22. Lasse Kjus (No) 4,43. 23. Ted Ligety (USA) 11,29. 24. Giorgio Rocca (It) 12,57. 25. Felix Neureuther (De) 22,18.

Der Stand im Weltcup
Männer. Gesamtwertung (nach 10 von 37 Wertungen: 1. Bode Miller (USA) 730. 2. Hermann Maier (Ö) 339. 3. Benjamin Raich (Ö) 316. 4. Michael Walchhofer (Ö) 284. 5. Lasse Kjus (No) 248. 6. Daron Rahlves (USA) 236. 7. Kalle Palander (Fi) 224. 8. Marco Büchel (Lie) 209. 9. Hans Knauss (Ö) 202. 10. Stephan Görgl (Ö) 188. 11. Didier Cuche (Sz) 174. 12. Didier Défago (Sz) 155. 13. Rainer Schönfelder (Ö) 152. 14. Bruno Kernen (Sz) 148. 15. Antoine Dénériaz (Fr) 146.

16. Aksel Lund Svindal (No) 136. 17. Massimiliano Blardone (It) 118. 18. Silvan Zurbriggen (Sz) 115. 19. Werner Franz (Ö) 109. 20. Mario Scheiber (Ö) 108. 21. Thomas Grandi (Ka) 100. 22. Johann Grugger (Ö) 97. 23. Fritz Strobl (Ö) 95. 24. Alessandro Fattori (It) 94. 25. Giorgio Rocca (It) und Davide Simoncelli (It) 91. 27. Joel Chenal (Fr) 88. 28. Ambrosi Hoffmann (Sz) 80. 29. Andreas Schifferer (Ö) 76. 30. Akira Sasaki (Jap) 74.

Ferner: 37. Tobias Grünenfelder 60. 44. Daniel Albrecht 42. 66. Jürg Grünenfelder 23. 67. Konrad Hari 22. 74. Paul Accola 15. 104. Daniel Züger 1.

Slalom (nach 2 von 9 Rennen): 1. Benjamin Raich (Ö) 150. 2. Kalle Palander (Fi) 110. 3. Bode Miller (USA) 100. 4. Silvan Zurbriggen (Sz) 91. 5. Rainer Schönfelder (Ö) 89. 6. Giorgio Rocca (It) 80. 7. Manfred Pranger (Ö) 72. 8. Akira Sasaki (Jap) 67. 9. Andre Myhrer (Sd) 63. 10. Manfred Mölgg (It) 56.

Ferner: 21. Daniel Albrecht 18.

Nationen (nach 19 von 70 Wertungen): 1. Österreich 3629 (Männer 2231+Frauen 1398). 2. USA 2091 (1155+936). 3. Italien 1302 (786+516). 4. Schweiz 1161 (835+326). 5. Frankreich 884 (390+494). 6. Schweden 845 (254+591). 7. Deutschland 739 (109+630). 8. Finnland 708 (234+474). 9. Norwegen 618 (531+87). 10. Kroatien 506 (0+506). 11. Kanada 422 (234+188). 12. Liechtenstein 209 (209+0). 13. Slowenien 174 (65+109). 14. Japan 121 (121+0). 15. Slowakei 65 (0+65). 16. Tschechien 64 (0+64). 17. Spanien 60 (0+60). 18. England 18 (9+9).

(rr/Si)

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