Nur ein Pflichtsieg hilft weiter
publiziert: Samstag, 17. Nov 2007 / 00:03 Uhr

Die Schweizer U21-Nachwuchsauswahl bestreitet am Samstag (16.00 Uhr) in Delsberg gegen Estland ihr viertes EM-Ausscheidungsspiel. Nur ein Pflichtsieg über den klaren Aussenseiter hält die Schweizer EM-Hoffnungen am Leben.

Gegen Estland erhält Schürmann willkommene Verstärkung aus dem Schweizer A-Team von Köbi Kuhn.
Gegen Estland erhält Schürmann willkommene Verstärkung aus dem Schweizer A-Team von Köbi Kuhn.
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Seit Dienstag bereitet sich das Team von Trainer Pierre-André Schürmann in Muttenz auf das wegweisende letzte Gruppenspiel in diesem Jahr vor. Die Vorbereitung wurde durch aussergewöhnliche Vorkommnisse erheblich gestört: Am Dienstag wurde Thuns Verteidiger Stefan Glarner von der Polizei aus dem Trainingscamp abgeholt, damit er eingehend zum Thuner Sexskandal befragt werden konnte.

Am Mittwochmittag dann brannte es im Hotelzimmer von Aaraus Verteidiger Jonas Elmer, der sich in kurze Spitalpflege begeben musste. Gestern schliesslich sorgte der Wintereinbruch in der Schweiz für frostige Temperaturen und leicht gefrorene Trainingsfelder.

Der Sportplatz Blancherie in Delsberg erhielt zwar gestern drei bis vier Zentimeter Schnee, doch die engagierten Organisatoren des jubilierenden jurassischen Fussballverbandes werden alles daran setzen, den Rasen bis heute Samstag von der unerwünschten weissen Decke zu befreien.

Platz 2 winkt

Auswahltrainer Schürmann will sich durch diese Störungen nicht vom klaren Ziel ablenken lassen. Das Heimspiel gegen das noch tor- und punktelose Schlusslicht aus Estland muss unbedingt gewonnen werden, um weiter Kurs Richtung Playoff-Teilnahme im Oktober 2008 zu halten.

Nach dem 4:0-Auswärtssieg vor einem Monat muss verlangt werden, dass weitere drei Punkte auf das Schweizer Konto fliessen. Damit würde die Schweiz auf den zweiten Tabellenplatz hinter dem souveränen Leader und amtierenden Europameister Holland vorrücken, falls Mazedonien nicht überraschend beim verlustpunktelosen Spitzenreiter gewinnt.

Ein Überwintern auf dem zweiten Zwischenrang wäre nach den unnötigen Punktverlusten gegen Mazedonien und in Norwegen auch psychologisch wertvoll.

Nächstes Jahr warten nämlich noch die überaus schwierigen Auswärtsspiele in Mazedonien und Holland sowie die beiden abschliessenden Heimspiele gegen Norwegen und Holland auf die Schweizer Mannschaft, die sich unter Challandes-Nachfolger Schürmann nur gerade in einem Testspiel auf die Ausscheidungsphase hatte vorbereiten können.

Verstärkung von Köbi Kuhn

Gegen Estland erhält Schürmann nach den Absagen der verletzten Julian Esteban (Rennes), Almen Abdi und Marco Schönbächler (beide FCZ) nun willkommene Verstärkung aus dem Schweizer A-Team von Köbi Kuhn. Gelson Fernandes stiess gestern Abend aus Feusisberg zur Mannschaft und bringt wertvolle Erfahrung aus Englands Premier League mit, wo er am letzten Wochenende erstmals über 90 Minuten zum Einsatz kam.

Vom Söldner von Manchester City wird erwartet, dass er die Mannschaft zusammen mit den ebenfalls erfahrenen Führungsspielern Fabrizio Zambrella (im Moment noch leicht erkrankt) und Reto Ziegler zum Sieg führen wird.

14 Playoff-Plätze

Nur die zehn Gruppensieger sowie die vier besten Gruppenzweiten können sich in knapp einem Jahr für die sieben Playoff-Spiele qualifizieren. Die sieben Sieger dieser Entscheidungsspiele nehmen schliesslich zusammen mit Gastgeber Schweden an der EM 2009 teil.

Ein Blick auf die Zwischenstände der anderen Gruppen zeigt, dass die Schweiz nur mit einem Sieg heute in Delsberg weiter auf die Playoff-Teilnahme hoffen darf.

U21-EM-Ausscheidung. Samstag in Delsberg (16 Uhr):
Schweiz - Estland. -- SR Jakob (Isr). -- Mögliche Schweizer Startaufstellung: Sommer (Vaduz); Lambert (Luzern), Baumann (Basel), Ferati (Concordia), Claudio Lustenberger (Luzern); Fabian Lustenberger (Hertha), Zambrella (Brescia), Fernandes (Manchester City), Ziegler (Sampdoria); Derdiyok (Basel), Ural (St. Gallen).

Gruppe 5. Zwischenstand:
1. Holland 3/9. 2. Norwegen 4/7. 3. Mazedonien 4/5. 4. Schweiz 3/4. 5. Estland 4/0. -- Der Gruppensieger und die vier besten Zweiten der zehn Gruppen sind für die Playoffs qualifiziert.

(von René Baumann/Si)

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