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Eishockey-WM: Tschechien - Schweiz 3:1 (0:1, 1:0, 2:0)
Nur ein Wunder bringt die Eisgenossen ins Viertelfinale
publiziert: Dienstag, 1. Mai 2001 / 23:54 Uhr

Nürnberg - Thomas Ziegler jubelte. Er hatte in der 28. Minute das 2:1 erzielt. Doch der Schiedsrichter hatte ein Torraum-Offside gesehen. Statt 2:1 für die Eisgenossen hiess es in der 44. Minute 1:2 für den Weltmeister Tschechien. Trotz grossem Kampf gehen die Schweizer ohne Punkte in die Zwischenrunde. Für die Viertelfinals müssten sie die Russen und Kanadier schlagen.

von Rolf Bichsel, Nürnberg (Si) Das Schweizer Eishockey-Nationalteam wird mit grosser Wahrscheinlichkeit erstmals unter Ralph Krueger eine WM nicht unter den besten acht beenden. Nach dem 1:3 von Nürnberg gegen Tschechien steigen die Schweizer ohne einen Punkt in die Zwischenrunde, die am Freitag in Hannover entweder gegen Kanada oder Russland beginnt. Die Schweizer zeigten in ihrem zweiten Auswärtsspiel an der Weltmeisterschaft in Deutschland eine bravouröse kämpferische Leistung. Obwohl enorm unter Druck, gingen sie in der 16. Minute durch das zweite Weltmeisterschafts-Tor von Martin Plüss in Führung. Bis zur 44. Minute hielten sie dank einem unglaublich starken Torhüter Martin Gerber ein Unentschieden. Dann gelang Viktor Ujcik von Sparta Prag das siegbringende 2:1. Das alles entscheidende dritte Gegentor fiel erst in den Schlusssekunden durch Robert Reichel ins leere Tor. Reichel hatte nach 41 Sekunden des zweiten Drittels bereits den 1:1-Ausgleichstreffer erzielt. In Nürnberg, bloss 60 Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt, waren die Schweizer weit von einem Punktgewinn entfernt. Hätte Martin Gerber nicht seine beste Länderspiel-Leistung gezeigt, wäre die Partie wohl schon nach dem ersten Drittel entschieden gewesen. Alleine während der ersten 20 Minuten feuerten die von einem fanatischen Publikum nach vorne gepeitschten Tschechen 30 Schüsse ab. Drei gingen daneben, 15 hielt Gerber und sagenhafte zwölf Schüsse wurden von Schweizer abgelenkt oder abgeblockt. Diese über 60 Minuten vorbildliche Defensivleistung wurde allerdings nur im ersten Drittel belohnt. Martin Plüss fälschte in der 16. Minute vor dem Tor einen Schuss von Mark Streit zum 1:0 ab. Ab dem zweiten Drittel lief die Partie nicht mehr für die Schweizer. Es begann mit dem ersten Schuss nach der ersten Pause, bei dem Gerber von Reichel aus der Distanz auf der Fanghandseite überrascht wurde. Es folgte als Reaktion auf diesen Ausgleich die stärkste (weil einzige) Schweizer Offensiv-Phase: Flavien Conne traf in der 25. Minute bloss den Pfosten; und in der 28. Minute annullierte Referee Waisfeld wegen Torraumoffsides von Alain Demuth das vermeintliche 2:1 Thomas Zieglers. Zweimal Marcel Jenni sowie Marc Reichert vergaben vor der zweiten Pause weitere Schweizer Möglichkeiten.

Am Ende kam es aber so, wie es aufgrund der tschechischen Dauer- Überlegenheit hatte kommen müssen. Ujcik stand in der 44. Minute im Slot alleine vor Martin Gerber und bezwang diesen mit einer Direktabnahme. Ausgleichschancen vermochten sich die Schweizer in der Folge keine mehr zu erarbeiten. Jeannin kam im Slot nicht an den Puck, Reichert und Plüss aus der Distanz bloss zu Schussversuchen.

Powerplay als Schwäche

Am schwächsten im Schweizer Team war im dritten WM-Spiel zum wiederholten Male das Powerplay. Die Scheibe läuft in Überzahl nicht, oder wenn doch, dann zu langsam. Die Tschechen liessen die Schweizer sechsmal in Überzahl üben; bei der Hälfte der Chancen kamen die Schweizer nicht einmal zu einem Schussversuch. Negativer Höhepunkt des Ganzen war das zweite Schweizer Powerplay beim Stand von 1:0 in der Schlussphase des ersten Drittels: Durch Reichel, Rucinsky und Kubina kamen die Tschechen während dieser zwei Minuten zu drei «Hundertprozentigen».

Viertelfinals nur durch ein Wunder

Für das Schweizer Team lässt die Leistung gegen die Tschechen zwar durchaus Hoffnungen auf Punktgewinne gegen Kanada oder Russland zu; die Viertelfinals dürften jedoch in unerreichbare Ferne gerückt sein. Tschechien und Deutschland steigen mit drei Punkten in die Zwischenrunde in Hannover, die am Freitagnachmittag beginnt. Russland und Kanada mit mindestens zwei; einer davon wohl mit vier. Nur Italien startet wie die Schweiz punktelos in die zweite Phase. Wollen die Schweizer die Runde der letzten acht doch noch erreichen, müssen sie gegen Russland, Kanada und Italien wohl das Punktemaximum holen.

Tschechien - Schweiz 3:1 (0:1, 1:0, 2:0)

Arena Nürnberg. -- 8300 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Waisfeld (WRuss), Hascher/Staniforth (De/Gb). -- Tore: 16. Martin Plüss (Streit, Reichert) 0:1. 21. (20:41) Reichel 1:1. 44. Ujcik (Vlasak, Cajanek) 2:1. 60. (59:45) Reichel 3:1 (ins leere Tor/Ausschlüsse Conne; Vlasak) 3:1 (ins leere Tor). -- Strafen: 9mal 2 Minuten gegen Tschechien, 6mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Tschechien: Hnilicka; Kubina, Spacek; Pilar, Martinek; Moravec, Frantisek Kaberle; Dvorak, Reichel, Rucinsky; Vyborny, Dopita, Tomajko; Moravec, Patera, Martin Prochazka; Ujcik, Cajanek, Vlasak; Hlinka.

Schweiz: Martin Gerber; Streit, Olivier Keller; Salis, Patrick Sutter; Seger, Steinegger; Julien Vauclair, Bezina; Reichert, Martin Plüss, Conne; Della Rossa, Zeiter, Jeannin; Jenni, Crameri, Riesen; Demuth, Aeschlimann, Thomas Ziegler.

Bemerkungen: Schweiz ohne Weibel (Ersatz). -- Pfostenschüsse: Martin Prochazka (46.), Spacek (52.); Conne (25.). -- Timeout Schweiz (58:52). -- Powerplay: Tschechien 0/3; Schweiz 0/6.

Gruppe A (in Köln, Nürnberg, Hannover): Montag: Schweiz - Weissrussland 5:2 (3:1, 2:1, 0:0 Dienstag: Tschechien - Schweiz 3:1 (0:1, 1:0, 2:0) Tabelle: 1. Tschechien 3 2 1 0 10: 4 5 * 2. Deutschland 2 1 1 0 5: 3 3 * 3. Schweiz 3 1 0 2 7: 8 2 * ------------------------------------------------- 4. Weissrussland 2 0 0 2 3:10 0 + Das letzte Spiel, Mittwoch: Deutschland - Weissrussland (Hannover/16.00).

(ba/sda)

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