Nur eines von zehn Kindern erhält Medikamente
publiziert: Dienstag, 16. Jan 2007 / 12:23 Uhr

Genf - In Entwicklungsländern erhält nur eines von zehn an Aids erkrankten Kinder Medikamente. Und nur jede zehnte schwangere Aidskranke wird laut einer UNICEF-Studie gegen die Übertragung des Virus auf das Kind präventiv behandelt.

Mehr als 15 Millionen Kinder und Jugendliche haben einen oder beide Elternteile durch die Epidemie verloren.
Mehr als 15 Millionen Kinder und Jugendliche haben einen oder beide Elternteile durch die Epidemie verloren.
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Ein Vierteljahrhundert nach dem Ausbruch der Aids-Epidemie schätzt das UNO-Kinderhilfswerk (UNICEF) die Zahl der HIV-infizierten Kinder auf 2,3 Millionen. Ungefähr 530 000 unter 15-Jährige wurden 2006 mit dem Virus angesteckt, meistens durch die Mutter.

In Entwicklungsländern stirbt jedes zweite Kind vor dem zweiten Lebensjahr wegen fehlender medizinischer Behandlung. 2006 erlagen fast 380 000 Kinder an den Folgen von Aids. Laut UNICEF könnte die grosse Mehrheit dieser Sterbefälle durch Antibiotika oder Viren hemmende Medikamente verhindert werden.

Trotz Senkung der Medikamentenpreise erhielten 2005 nur in sieben Entwicklungsländern mehr als ein Fünftel der Kinder eine antiretrovirale Behandlung. Die UNO hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2010 vier Fünftel der Kinder mit Medikamenten zu versorgen.

Jede zehnte Schwangere infiziert

In den afrikanischen Metropolen südlich der Sahara ist im Durchschnitt jede zehnte schwangere Frau mit HIV infiziert. Am höchsten sind die Infektionsraten in Botswana, Swasiland, Lesotho und Südafrika. Nur 9 Prozent dieser Frauen erhalten Mittel um die Übertragung des Virus auf ihr Kind bei der Geburt zu einzudämmen.

Mehr als 15 Millionen Kinder und Jugendliche haben einen oder beide Elternteile durch die Epidemie verloren. Dies hat nach Angaben der UNICEF Folgen: Die Waisen besuchen seltener die Schule, was deren Armut verstärkt.

Die UNICEF empfiehlt den Geberstaaten und Hilfsorganisationen das Engagement zugunsten der Kinder zu verstärken. Grossbritannien und Irland haben beschlossen, 10 Prozent ihrer Aidshilfe zur Bekämpfung der Übertragung des Virus von der Mutter auf das Kind einzusetzen.

(dl/sda)

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