Nur jeder Vierte steht zu seinen Schulden
publiziert: Donnerstag, 30. Aug 2007 / 11:14 Uhr

Zürich - Drei Viertel aller Schuldner leugnen ihr Problem. Wer bezahlt, zahlt lieber die Miete als die Steuern. Wer in Gebieten mit hohem Ausländeranteil wohnt, gerät häufiger in die Schuldenfalle. Dies zeigt der neue Schweizer Schuldner Index.

Der Schweizer bezahle zuerst den Mietzins, seine Krankenkassen- und Arztrechnungen.
Der Schweizer bezahle zuerst den Mietzins, seine Krankenkassen- und Arztrechnungen.
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«Der typische Schweizer Schuldner wohnt in der Stadt, im Tessin oder in der Romandie, ist unter 30 Jahre alt, alleinstehend, lebt in einem Quartier mit hohem Ausländeranteil und ist Konsumeinsteiger», heisst es in dem veröffentlichten Schweizer Schuldner Index der Inkassofirma Intrum Justitia.

Wer Schulden habe, stehe oft nicht dazu. Bei einer anonym durchgeführten Umfrage stritten 73 Prozent der befragten Schuldner ab, sich in den letzten zwölf Monaten verschuldet zu haben. Insbesondere ältere Frauen aus der Deutschschweiz gäben nur ungern zu, mit finanziellen Problemen zu kämpfen, heisst es weiter.

Sobald in Liegenschaften, Quartieren und Wohnorten der Ausländeranteil über 35 Prozent betrage, sinke die Zahlungsmoral deutlich. Das Verschuldungsrisiko sei in diesem Fall fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt.

Doch es seien nicht nur die Ausländer, welche ihre Rechnungen häufig nicht bezahlen. Auch die in den genannten Quartieren lebenden Schweizer seien nicht viel zuverlässiger, wenn es um die termingerechte Begleichung der ausstehenden Rechnungsbeträge gehe.

Der durchschnittliche Schweizer bezahle zuerst den Mietzins, seine Krankenkassen- und Arztrechnungen. Steuern folgten an zweitletzter Stelle in der Prioritätenliste.

(smw/sda)

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