Nur wenige russische Banken in ausländischer Hand
publiziert: Montag, 11. Jun 2007 / 22:03 Uhr

Moskau - Russland ist eine der wenigen, zudem riesigen Regionen in Zentral- und Osteuropa, in denen man sich noch zu vergleichsweise günstigen Preisen bei Banken einkaufen kann. Das wissen westliche Banker, und das zeigen internationale Studien.

Ende 2006 gab es über 1300 Banken in Russland.
Ende 2006 gab es über 1300 Banken in Russland.
Auch der russische Finanzminister Alexej Kudrin rechnet mit umfangreichen ausländischen Investitionen in der russischen Kreditwirtschaft. Denn in Russland liegen erst rund zehn Prozent des Markts in ausländischer Hand.

Kudrin glaubt an die Stabilität des russischen Banksektors. Gegenwärtig gebe es im russischen Bankensystem keine Risiken, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur RIA-Novosti.

«Der russische Bankensektor legt rapide zu, deshalb lohnen sich Investitionen», sagte Kudrin. Er rechne mit «massiven» Beteiligungen ausländischer Investoren an russischen Banken.

Internationale Regeln

Die Regierung bemüht sich, die Sicherheit der russischen Banken zu erhöhen. So wurden vor kurzem die Mindestkapitalanforderungen aufgestockt. Das Mindeststammkapital wurde auf 5 Mio. Euro erhöht, wie das Finanzministerium in Moskau erklärte. Der verbeserten Transparenz dient zudem die Implementierung internationaler Standards bei der Rechnungslegung.

Vom Staat kontrolliert

Die dreissig führenden Banken Russlands kamen nach letzten offiziellen Branchenangaben auf rund zwei Drittel der Kredite und Einlagen. Fünf der zehn grössten Banken gehören dem Staat oder zumindest staatlich kontrollierten Gesellschaften. Marktführer ist die Sberbank.

Allein im Jahr 2006 erwarben zwölf internationale Banken Anteile an russischen Banken. Die Ausländer erhöhten damit per Ende Jahr ihren Marktanteil auf rund 11 Prozent.

Rasantes Wachstum

Im Jahr 2006 stieg die addierte Bilanzsumme der russischen Banken um 41 Prozent auf knapp 405 Mrd. Euro, das sind 53 Prozent des Bruttoinlandprodukts Russlands.

Bis 2014 soll sich das Volumen vervierfachen, darin sind sich die westlichen Finanzexperten einig. In den vergangenen drei Jahren wuchs der Ertrag am Bankenmarkt in Russland jeweils doppelt so schnell wie in anderen Märkten Zentral- und Osteuropas.

Die Kleinen verschwinden

Ende 2006 gab es über 1300 Banken in Russland. Auch innerhalb des Landes wird weiter fusioniert. Experten erwarten, dass in den nächsten Jahren 400 bis 500 sehr kleine Banken verschwinden werden. Von den ganz grossen Banken dürften weitere an die Börse gehen.

Ein wachsames Auge auf das Risikopotenzial im russischen Bankensektor hat angesichts der spektakulären Wachstumsraten der Internationale Währungsfonds (IWF).

Um das Wachstum von Währungsrisiken zu verhindern, sollte die Regierung in Moskau die Kredite genau verfolgen, die russische Banken im Ausland aufnehmen, um Konsumkredite im Inland zu finanzieren.

(smw/sda)

 
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